Sims 3

Kopierschutz-SecuRom

KeitaroB am um 2:04 Uhr

Klimaerwärmung, Terroranschläge, Börsencrashs und mein Sim ist schon wieder von Aliens entführt worden. Weltuntergangsstimmung überall und dann müssen sich treue Sims Fans womöglich bald auch noch mit einem der, wenn man den Ansichten einiger Zocker nach geht, größten Übel der Menschheits-, oder zumindest, Computerspielgeschichte herumschlagen? Was damit gemeint ist? Die Rede ist vom allseits (un)beliebten Kopierschutzprogramm SecuRom.

SecuRom ist ein von der Firma Sony entwickelter Kopierschutz, der für sehr viele Spiele und Programme verwendet wird. Dabei gilt es zu unterscheiden ob auch der vollen Umfang des Kopierschutzes in Anspruch genommen wird oder z.B. Features, wie etwa das DRM (Digitales Rechte Management) nicht genutzt werden.
Die Standardversion des SecuRom beinhaltet lediglich eine Überprüfung, ob sich eine original CD/DVD im Laufwerk befindet, wie sie auch bei anderen Kopierschutzprogrammen üblich ist.
Sämtliche Erläuterungen Im weiteren Text beziehen sich auf die umstrittene DRM Version.

Wie Sims Publisher Electronic Arts (EA) vor einiger Zeit in seinem Firmenforum verlauten lies, werden zukünftig sämtliche bei ihnen erscheinenden Spiele mit SecuRom bestückt sein. Mit großer Wahrscheinlichkeit also auch Sims 3.
Aus diesem Grund ist es wohl angebracht, für ein wenig  Aufklärung zu sorgen.

Kritik an SecuRom

Informationen über den Kopierschutz SecuRom, fortan nur noch SR genannt, geistern schon seit einiger Zeit durch das Netz.  Dabei ist er der erste Kopierschutz der es schaffte, konsequent so viel Hass und Ablehnung auf sich zu ziehen – und das hat seinen Grund.
Der bekannteste Kritikpunkt am SR ist hierbei wohl die potentielle Einschränkung der Anzahl möglicher Spiel-Installationen.
Warum ist eine begrenzte Anzahl von Installationen denn so tragisch, wird sich der ein oder andere fragen. Schließlich kommen viele Menschen damit aus, die Sims einmal auf ihrem PC zu installieren und dann jahrelang damit zu spielen. Hinzu kommt,  dass die Anzahl der Installationen auf ein und demselben PC an sich unbegrenzt ist.
Der Knackpunkt liegt hierbei auf „dem Selben“.
Denn schon eine einfache Veränderung, wie der Einbau einer anderen Grafikkarte kann SR dazu veranlassen, den PC als neues System zu erkennen und somit bei einer Neuninstallation einen  „Installationspunkt“ abzuziehen.
Hierzu sei allerdings gesagt, dass EA zurzeit an einer Möglichkeit arbeitet, die es einem erlaubt seine „Installationspunkte“ in so einem Fall wieder auf die volle Anzahl zurücksetzen zu lassen, ohne das dazu ein Telefonanruf notwendig wird.

Diese Möglichkeit gibt es allerdings nicht, wenn der alte PC den Geist aufgibt und man einen Neuen kaufen muss, oder wenn man das Spiel auf mehreren Familienrechnern installiert hat.
Sind die Installationen letztendlich verbraucht, ist ein Anruf bei der EA Hotline vonnöten. Dort soll dann von Fall zu Fall entschieden werden, ob man weitere Installationen bekommt.
Nicht ganz verwunderlich, dass viele Spieler sehr erzürnt darüber sind, sich die Nutzung ihres Eigentums in gewissen Fällen womöglich „erbetteln“  zu müssen.
Ein weiteres Problem kann, für den ein oder anderen, der benötigte Internetanschluss darstellen.
Über diesen erfolgt nämlich während der Installation des Spiels eine Abfrage, anhand der später erkannt wird, zum wievielten Male es installiert wird.
Zwar nutzt heutzutage so ziemlich jeder das Internet, dies geschieht aber nicht zwangsläufig zu Hause.  Einigen Menschen reicht es, einmal täglich im Büro auf das Internet zugreifen zu können , weshalb sie zu Hause keinen Anschluss besitzen. Für sie ist es nicht möglich ein Spiel zu installieren, welches die Vollversion des SR beinhaltet.

Ein unliebsamer Untermieter?

Das dritte große und für viele Leute sogar größte Problem, ist die Tatsache, dass der SR ein kleines Eigenleben entwickelt.  Da er sich ziemlich tief in der Registry des PCs verwurzelt, besteht theoretisch sogar die Möglichkeit, dass es zu Systemabstürzen kommen kann. Allerdings scheinen solche Vorfälle bei den neueren Versionen von SR nur noch sehr selten aufzutreten. Eine ebenfalls sehr unangenehme Tatsache ist die, dass der SR sogar nach einer Deinstallation des zugehörigen Spiels auf dem PC verbleibt und so ohne weiteres auch nicht mehr zu entfernen ist.
Als Computerlaie sollte man von Entfernungsversuchen absehen, da es gefährlich ist, so weit in der Tiefe des Betriebssystems Änderungen vorzunehmen. Für alle Anderen lässt sich z.B. hier eine Anleitung finden.

Unbestätigten Gerüchten zufolge, soll der SR sogar als Spion tätig sein und heimlich Daten vom PC über das Internet an Dritte versenden. Solch ein Vorgehen würde jedoch wahrscheinlich nicht lange geheim bleiben. Unwahrscheinlich dass ein bekannter Publisher ein solches Risiko eingehen würde. Aus diesem Grund: fürs erste Entwarnung!
Ein tatsächlich existierendes, sehr unangenehmes Problem ist, dass SR zu Komplikationen führen kann, sollten man ein oder mehrere virtuelle Laufwerke auf seinem PC haben.  (Diese sind keine echten Laufwerke sondern simulieren sie nur.) Zwar werden solche Anwendungen häufig zum illegalen Nutzen von Spielen gebraucht, aber es gibt auch genügend legale Gründe, sie zu besitzen.
Auch könnten bestimmte Programme von SR auf dem PC als unerwünscht eingestuft werden. Um das Spiel trotzdem starten zu können, müssten diese vorher deinstalliert werden.
So etwas tritt aber in den seltensten Fällen auf.

Einen moralischen Aspekt gibt es bei dieser Sache übrigens auch.
Wer ein Spiel erwirbt, kann dieses durchaus als sein Eigentum betrachten.
Im Paragraphen 903 des BGB steht sogar geschrieben, dass man mit seinem Eigentum nach belieben verfahren und es somit auch verkaufen darf. Dieser Zustand des Eigentums wird durch eine begrenzte Installationsanzahl jedoch stark eingeschränkt. Was bedeutet das genau?
Nun, wer plant ein Spiel mit begrenzter Installationsanzahl wieder zu verkaufen , beispielsweise bei einem Onlineauktionshaus, wie etwa Ebay, wird es schwer haben.
Die wenigsten Menschen sind bereit ein Spiel zu kaufen, von dem sie nicht einmal wissen, ob es sich noch ohne weiteres installieren lässt.
Dies wirft natürlich auch die Frage auf, ob es Zufall sein kann, dass die eingeschränkte Weiterverkaufbarkeit von solchen Spielen spielen unbewusst und auf lange Sicht die Verkaufszahlen ankurbelt?
Schließlich spült jedes Spiel das neu gekauft und nicht gebraucht bei Ebay erstanden wird , zusätzliches Geld in die Kassen des jeweiligen Publishers.

Widerstand gegen SecuRom

Das beste Beispiel ist vermutlich die amerikanische Amazon Seite: www.amazon.com
Dort haben wütende Fans  in einer gemeinsamen Aktion des Zusammenhalts mittlerweile über 2600  1 Sterne Bewertungen für das Spiel „Spore“ vergeben.
Die Tatsache das Spore vielerorts die Erwartungen der Fans enttäuschte mag auch eine Rolle spielen, rechtfertigt aber keineswegs die tausendfach wiederholte, schlechtmöglichste Bewertung des Spiels.
Ebenfalls Widerstand gab es von der Website securom.mustbedestroyed.org (SecuRom muss zerstört werden) Zufall oder nicht, seit einigen Tagen ist diese Webadresse nicht mehr zu erreichen…

Es bleibt jedoch die Hoffnung, dass der große Protest der Spielergemeinde Erfolg hat und für Sims 3 auf eine abgespeckte Version zurückgegriffen wird.
Ein positives Beispiel für die benutzerfreundliche Verwendung von SecuRom ist das Spiel „Fallout 3“  von Bethesda Softworks. Der dort enthaltene  SR. Verzichtet darauf die Installationsanzahl einzuschränken. Ein feiner Zug, den man sich für Sims 3 nur wünschen kann.
Letztendlich kann man ja die Misere der Computerspiel Hersteller und Vertreiber verstehen, sich in einer Zeit, in der Spiele kopieren derart einfach geworden ist, gegen Diebstahl schützen zu wollen. Es stellt sich letztendlich aber die Frage, ob der eingeschlagene Weg, der eben nur die ehrlichen Käufer benachteiligt,  den Unternehmen nicht mehr schadet, als nutzt.  Eine effektive Waffe gegen Raubkopien scheint jedenfalls auch SecuRom samt DRM nicht zu sein. Bereits einige Tage vor dem offiziellen Erscheinungsdatum des ebenfalls mit SR ausgestatteten Spore, waren die ersten Raubkopien im Netz verfügbar und verzeichneten eine unverhältnismäßig hohe Anzahl an illegalen Downloads

So bleibt den ehrlichen Käufern von PC Spielen nur, an die Verantwortung der Entwickler und Publisher ihnen gegenüber zu appellieren und darauf zu hoffen, dass ihnen in Zukunft keine Nachteile oder Unannehmlichkeiten  mehr entstehen, wenn sie eine eine legale Version eines Spiels erworben haben, anstatt es illegal zu beziehen.


Es sei an dieser Stelle aber noch einmal betont:  Das illegale Downloaden von Spielen ist kein lauteres Mittel und schadet nicht nur den Entwicklern und Publishern, sondern letztendlich dem Spieler selbst. Nur wenn genügend Spiele verkauft werden, stehen den Entwicklern die finanzielle Mittel zur Verfügung, die sie benötigen, um qualitativ hochwertige und innovative Spiele zu entwickeln. Fehlt ihnen dieses Geld, fehlen den Spielern auch irgendwann die guten Spiele.

Genre:Simulation
Veröffentlichungsdatum:2014
Publisher:Electronic Arts
Entwickler:The Sims Studio
Fansite:Sims4.eu

Umfrage

Umfrage: Die Sims 4 wie sehr freut ihr euch auf Teil 4?

Loading ... Loading ...

Partner

  • Cygan-Tutorials
  • Diablo-3.net
  • Diesims-game.de
  • pcgamesdatabase.de
  • Simfans.de
  • simsexchange.de
  • Simsobjekt.de
  • Simtimes.de
  • Simway
  • Simworld
  • swtor.eu