Sims 3

Sims 3 angespielt

Freynan am um 0:02 Uhr

Am 18. und 19. März erhielten wir, im Rahmen des in München von EA veranstalteten Presse-Events, erstmalig die Chance, “Die Sims 3” anzuspielen und uns so einen ersten Gesamteindruck vom Spiel zu verschaffen.

Ergänzend dazu wohnten wir den Präsentationen der Sims 3 Producerin Mary-Jane (MJ) Chun bei, die uns später auch in einem exklusiven Video-Interview Rede und Antwort stand.

Welchen Eindruck das Spiel auf uns machte, welche Erkenntnisse wir gewinnen konnten, welche Fragen beantwortet wurden und welche offen blieben, dies und mehr erfahrt Ihr in diesem Special.

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Das Interview

Wie bereits schon am Anfang des Artikels erwähnt, hatten wir einige Fragen an MJ, die sie uns in einem Videointerview beantwortete. Neben Informationen zu den aktuellen Arbeiten an “Die Sims 3“, oder warum MJ glaubt, dass die Sims-Reihe sich gerade beim weiblichen Geschlecht so großer Beliebtheit erfreut und was sie uns zum kontrovers diskutierten Thema SecuROM zu sagen hatte, das alles erfahrt Ihr in dem etwa zehnminütigen HD-Video, das wir für Euch in den kommenden Tagen noch mit deutschen Untertiteln versehen werden. Dies war uns bislang aufgrund der knappen Zeit noch nicht möglich.

Interview Mary-Jane Chun Teil 1

Interview mit Mary-Jane Chun Teil 2

Das Event

Am ersten Veranstaltungstag lud der Publisher Electronic Arts (EA) Vertreter der Presse und deutscher Fanseiten zur Präsentation von “Die Sims 3”, “Harry Potter und der Halbblutprinz” und “G.I. Joe“ in eine Event-Location in der Münchener Innenstadt ein. Dort konnten wir uns, gleich nach der Ankunft am frühen Mittag, an die dort aufgebauten PCs begeben und ohne jedwede Einschränkung “Die Sims 3” in Augenschein nehmen. Zwischendurch hielt MJ ihre Präsentationen und beantwortete auch erste Zwischenfragen. Gegen Abend waren dann auch sämtliche Fragen der Vertreter diverser Spieleseiten beantwortet und wir machten uns mit den Eindrücken aus etwa vier Stunden reiner Spielzeit auf den Weg ins Hotel.

Am zweiten Tag war ursprünglich ein Gespräch zwischen Vertretern der Spieleseiten und dem EA Vizepräsidenten & General Manager für Mittel- und Osteuropa Peter Laughton geplant, der einzig aus diesem Grund aus Großbritannien eingeflogen wäre, hätten ihn nicht in letzter Minute triftige Gründe daran gehindert. Jemanden in einer solchen Position, der das Gespräch mit der Spielerbasis sucht und ein persönliches Interesse an den Meinungen der Fans zu einem Spiel hat, findet man selten. Umso bedauernswerter ist natürlich der Umstand, dass dieses Treffen nicht zustande kam. So wurde die Zeit genutzt, um unsere persönlichen Meinungen zum Spiel, aber auch das Feedback, das wir von Euch im Forum oder in Mails erhalten haben zusammenzufassen, und all das an ihn weiterzuleiten. Gegen Nachmittag war es dann an der Zeit, die Heimreise anzutreten.

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Die Sims 3 Testversion

Für das Probespielen standen uns und den anderen Vertretern der Spieleseiten mehrere PCs zur Verfügung, auf denen eine Alpha-Version von “Die Sims 3” installiert war. Alpha-Version bedeutet, dass es sich dabei zwar um eine lauffähige Version des Spiels handelt, diese sich allerdings in einem noch frühen Entwicklungsstadium befindet. Es sind noch lange nicht alle Fehler beseitigt oder sämtliche Features eingebaut. Die Sims 3 Alpha-Version machte auf uns schon einen sehr guten Eindruck und lief weitgehend stabil. Eklatante Bugs waren nicht auszumachen. Da sich bis zur Veröffentlichung jedoch noch einige Dinge im Spiel ändern können und sicherlich auch ändern werden, handelt es sich bei diesem Artikel keinesfalls um eine echte Vorschau, sondern vielmehr um eine mehr oder weniger wertfreie Darstellung unseres Ersteindrucks, die den aktuellen Status des Spiels beschreibt.

Der Create-A-Sim-Modus

Bevor sich einem die Tür in die offene Nachbarschaft von Sunset Valley öffnet, haben die Entwickler den Schöpfungsvorgang gesetzt. Etwas weniger pathetisch ausgedrückt: Man muss sich seinen Sim er- oder gleich eine ganze Familie von bis zu vier Personen zusammenstellen. Hierfür bekommt der Spieler ein nützliches und vielseitiges Werkzeug an die Hand gegeben – das Create-A-Sim-Tool, kurz CAS.
Hier können zunächst der Name, das Geschlecht und der Lebensabschnitt, in dem sich der jeweilige Sim befinden soll, bestimmt werden. Es stehen die fünf Abschnitte Baby, Kleinkind, Jugendlicher, Erwachsener und Senior zur Auswahl. Jede Familie muss im Übrigen mindestens aus einem Erwachsenen bestehen. Jugendliche oder gar Kinder können nicht alleine leben.
Nachfolgend können die Sims im CAS beinahe grenzenlos individualisiert bzw. gestaltet werden. Bei den körperlichen Merkmalen wie Gesichts-, Nasen- und Augenform, über Körperfülle, Haut-, Haar- und Augenfarbe, bis hin zu Details wie Sommersprossen oder Schönheitsmalen, kann beinahe jedes Detail eines Sims selbst bestimmt werden. Während Körperform oder Muskelmasse mittels eines Reglers dynamisch festgelegt werden können, stehen einem zum Beispiel bei Frisuren, Nasen- oder Gesichtsform diverse vorgegebene Formen zur Auswahl.

Nicht viel anders sieht es bei der modischen Ausstattung des Sims aus. Ein großes Sortiment an unterschiedlichen Modeutensilien und Accessoires für die verschiedensten Anlässe und Geschmäcker steht zur Verfügung und kann mit Hilfe des CAS sogar nach eigenen Wünschen farblich und mustertechnisch angepasst werden. So sind die Kombinationsmöglichkeiten beinahe grenzenlos. Besonders versierte Benutzer erhalten auch die Option, den Hex-Farbcode einzugeben, um die gewünschte Farbe exakt zu bestimmen.
Kann man sich nach langen Überlegungen letztendlich auf ein Outfit festlegen, was bei der gewaltigen Auswahl wirklich nicht ganz einfach ist, fehlt dem Charakter natürlich noch eines: die Persönlichkeit, jener unverzichtbare Bestandteil von “Die Sims 3“, der jeden Sim zu einem einzigartigen virtuellen Individuum machen soll.

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Die Charaktereigenschaften

Ein Sim kann zu Beginn mit fünf Charaktereigenschaften ausgestattet werden. Die Qual der Wahl hat man bei der Auswahl eben dieser fünf Eigenschaften und man will ja keine falschen Entscheidungen treffen, denn der einmal erstellte Sim muss immerhin bis an sein „Lebensende“ mit diesen Charaktereigenschaften zurecht kommen. Dies stimmt allerdings nur teilweise, denn wie uns Producerin MJ verriet, kann ein Sim in der Midlife-Crisis durchaus zu der Überzeugung gelangen, dass er oder sie etwas an sich ändern muss – sprich: der Spieler erhält die Option Charaktermerkmale neu zu verteilen. Wie ein Sim geartet ist, wirkt sich im Spiel nicht nur auf dessen Verhalten aus, sondern auch auf die Möglichkeiten, in einer gewissen Weise zu handeln. Ein charismatischer, lieber Sim könnte es z.B. niemals übers Herz bringen, einem Kind den Lutscher zu klauen. So wie sich Charaktereigenschaften auf die Verhaltensweisen der Sunset Valley Bewohner auswirken, üben die Verhaltensweisen, MJ zufolge, wiederum Einfluss auf gewisse Prozesse aus. Ob nach einer dreitägigen Schwangerschaft ein Junge oder ein Mädchen das Licht der Welt erblickt, soll also unter anderem davon abhängen, welche Nahrung die werdende Mutter, während sie in Umständen ist, zu sich nimmt.
Spielern, die es kaum erwarten können loszulegen, bietet der Create-A-Sim-Modus die Option an, sich mit einem Klick komplett zufällig generierte Sims erstellen zu lassen.

Der Bau- und Kaufmodus

Hat man den Sim-Erstellungsprozess erfolgreich gemeistert, kann endlich ein schmuckes Eigenheim im malerischen Städtchen Sunset Valley bezogen werden oder aber man betätigt sich noch als Baumeister und beginnt auf einem leeren Grundstück mit der Errichtung seines ersten Eigenheims. Die zu Beginn noch recht begrenzten finanziellen Mittel sollte man sich jedoch gut einteilen und nicht zu großzügig bauen. Als wir unser erstes Haus fertiggestellt hatten und gerade den ersten Gegenstand, die Toilette, in dem Raum platziert hatten, der einmal das Badezimmer werden sollte, stellten wir fest: unser Budget war erschöpft. Allen, die mit ihrem Geld besser haushalten können und ihr Haus mit mehr als nur mit einer Toilettenschüssel ausstatten wollen, bietet der Bau- und Kaufmodus auch wieder eine enorme Freiheit, Häuser nach eigenem Gusto zu erschaffen und einzurichten. Einzig runde Formen können allem Anschein nach beim Bau nicht verwendet werden. Egal ob Fundament, Boden, Wände, Türen, Fenster, Decken oder Dach, eine breites Spektrum an Farben und Formen lässt Hobby-Architektenträume wahr werden. Wem dies alles nicht ausreicht, der kann auch hier das Create-A-Style-Tool nutzen, um sich sein Haus den Wünschen entsprechend anzupassen – getreu dem Motto: Was nicht passt, wird passend gemacht. Einzig eigene Texturen können nicht ins Spiel integriert werden, wie uns MJ sagte.
Eine einfache aber umso effektivere Neuerung ist die stufenlose Skalierbarkeit von Dächern. So ist schnell und einfach die richtige Höhe ausgewählt und das Haus bezugsfertig.
Dass in Hinsicht auf die Einrichtungsobjekte ebenfalls aus dem Vollen geschöpft werden kann, dürfte wohl kein Geheimnis sein. Interessant sind hier viel eher die Möglichkeiten zur Platzierung von Objekten. So können Sims nun auch problemlos Objekte benutzen, die etwa in der Mitte eines Schreibtisches stehen. Gänzlich frei ließen sich Objekte jedoch nicht platzieren; Sie sind an ein gewisses Raster gebunden.
Nachdem das Haus zur eigenen Zufriedenheit eingerichtet ist, kann man sich auf einen Streifzug durch die Nachbarschaft begeben.

Die Nachbarschaft – Sunset Valley

Wer Sunset Valley das erste Mal einen Besuch abstattet und dessen PC genügend Rechenpower aufweist, um das Spiel in einer hohen Auflösung und mit vollen Details darzustellen, wird wohl, wie wir, recht verblüfft sein. Nach einer einführenden Kamerafahrt landet der Spieler auf der Übersichtskarte, die ihn von Oben auf die Häuser, Straßen und Plätze blicken lässt, die beim namensgebenden (Sunset) Sonnenuntergang das romantische Flair einer amerikanischen Kleinstadt aus dem Bilderbuch oder aus einem Hollywoodfilm verbreiten. Mit der Grafik des Spiels und der bildhübschen Umsetzung von Sunset Valley haben die Entwickler wirklich einen beeindruckenden Beweis ihres Könnens erbracht. So konnten wir auch schnell darüber hinwegsehen, dass wir uns das Städtchen zuvor doch etwas größer vorgestellt hatten. Kamerasprünge von einem Ort zum anderen wurden ebenfalls schön in Szene gesetzt.
In der offenen Nachbarschaft von Sunset Valley gelangt der Sim mit dem Auto, oder auch zu Fuß, relativ schnell an sein angestrebtes Ziel. Einige Gebäude in der Stadt, wie etwa das Fitnesscenter, erlauben es dem Spieler seinem Sim beim Besuch über die Schulter zu schauen, in anderen verschwindet er aus dem Sichtbereich. So ist es zwar möglich in der Schule bis in die Klassenzimmer zu spähen, man wird dort allerdings keinen Sim beim Schulbankdrücken erspähen und bemitleiden können.
Gute Nachbarn zu haben sei oftmals wichtiger als eine große Verwandtschaft, so sagt man, doch den griesgrämigen Nachbarn von Gegenüber, der einem des Nachts sogar die Mülltonnen durchwühlt, will wohl keiner gerne unangemeldet im Flur stehen haben. Deswegen kann man in “Die Sims 3” per Einladung bestimmen, wen man nun in seinem Haus als Gast haben möchte und für wen auf der Türschwelle Schluss ist.

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Das Gameplay

Genauere Aussagen über das Gameplay lassen sich aktuell noch nicht treffen, da diese eine wesentlich längere Testzeit erfordert hätten. Was man hingegen schon feststellen kann ist die Tatsache, dass das Gameplay, je nach dem welche Spieloptionen gewählt wurden, durchaus variieren kann. Wer seinen Sims beispielsweise weitgehende Selbständigkeit zugesteht, muss sich natürlich auch weniger um deren Belange kümmern. Wie angekündigt, sind die Sims in der Tat im Stande, sich selbst um die nötigsten Bedürfnisse zu kümmern. Wenn man sie ein paart Tage allein lässt, kann man ruhigen Gewissens davon ausgehen, dass sie den Weg zur Toilette, den zum Kühlschrank und auch den ins Bett kennen. Ob die Sims eigenständig auch noch mehr im Stande sind zu leisten, konnte noch nicht festgestellt werden. In Bezug auf das Gameplay ist diese Veränderung definitiv eine der angenehmsten. So bleibt dem Spieler wesentlich mehr Zeit, sich den interessanteren Herausforderungen zu stellen, die die neue, offene Nachbarschaft mit sich bringt.

Die Benutzeroberfläche und die Steuerung

Wer mit der Benutzeroberfläche aus den früheren Sims-Titeln vertraut ist, wird wohl keine großen Schwierigkeiten haben sich an die neue zu gewöhnen. Vieles ist gleich geblieben, doch einige Veränderungen gibt es. So z.B. hinsichtlich der Lebensziele und des Inventars. Wer sich jedoch etwa 30 Minuten mit der Benutzeroberfläche vertraut gemacht hat, sollte bestens damit zurecht kommen. Viel mehr können wir zu diesem Punkt noch nicht sagen, da wir unsere Hauptaufmerksamkeit anderen Bereichen des Spiels gewidmet haben. Die Steuerung der Sims erfolgt, wie gewohnt, über die Maustasten, die Kamera lässt sich sowohl per Maus als auch mit der Tastatur weitgehend intuitiv steuern.

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Der Launcher

Der Sims 3 Launcher, den MJ während der Präsentation näher vorstellte, bietet weit mehr Funktionen, als nur das Spiel zu starten. Das kleine Startfenster erlaubt es direkt auf Patches zuzugreifen, seine eigenen Inhalte zu verwalten und sogar direkt auf eine eigene Seite hochzuladen und anderen zugänglich zu machen. Videos z.B., die sich im Spiel aufzeichnen lassen, können dort aber nicht nur hochgeladen, sondern auch direkt geschnitten und mit Effekten versehen werden. So lassen sich kinderleicht kleine Filmkunstwerke erstellen, die ebenso simpel mit Musik unterlegt werden können.

Das Fazit

Im Großen und Ganzen hinterließ “Die Sims 3” bei uns einen sehr guten Eindruck. Abgesehen von einigen Kleinigkeiten konnten wir uns an einer Testversion erfreuen, die insgesamt schon recht rund wirkte und sowohl inhaltlich als auch technisch keine nennenswerten Mängel erkennen ließ. Zwar reichten die etwa vier bis fünf Stunden Spielzeit nicht aus, um alle Aspekte des Spiels gebührend in Augenschein zu nehmen – so konnten wir etwa nicht ausprobieren, wie es sich mit dem Sammeln von Mineralien oder Schmetterlingen verhält und auch nicht was ein Sim so alles tun muss, um sein Lebensziel zu erreichen -  doch für einen ersten Überblick war die Zeit mehr als ausreichend.

Weitere Berichte gibt’s auf der der offiziellen Sims Seite.

Genre:Simulation
Veröffentlichungsdatum:2014
Publisher:Electronic Arts
Entwickler:The Sims Studio
Fansite:Sims4.eu

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