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MonaLisa's: Liebe, Leid und Dramen ... [Beendet]
#1

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Alle Rechte dieser Story obliegen einzig und allein dem Autor


~ ~ ~


Prolog & Index:


Was erwartet euch?


Genre: Drama – Romance


Ein simlisches, aber auch realistisches Märchen, das die Höhen und Tiefen der Protagonisten intensiv beschreibt.
In dieser Geschichte begegnen euch typisch simlische Elemente, vermischt mit realistischen Begebenheiten.


Story-Regeln:


~ die Schwangerschaften verlaufen simlisch
~ die Alterung verläuft wiederum realistisch


~ ~ ~

[Bild: mm_000-titelmusik-michele.png]



(Danke Sheila für die Hammer passende Songauswahl)


Kapitelübersicht:

Teil 001 ~ Freudige Nachrichten – traurige Nachrichten
Teil 002 ~ Gerry macht Schlagzeilen
Teil 003 ~ Unangenehme Begegnung in der Nacht
Teil 004 ~ Kathy lässt nicht locker
Teil 005 ~ Outing
Teil 006 ~ Gerry kommt nach Hause
Teil 007 ~ Gerry flippt aus
Teil 008 ~ Grillabendrettungsversuch
Teil 009 ~ Kathy + Ben = Glückliche Eltern
Teil 010 ~ Zuviel Rotwein


Teil 011 ~ Volldampf voraus
Teil 012 ~ Madleen und Gerry (?) im Babyglück
Teil 013 ~ Das Baby-Geständnis
Teil 014 ~ Man sieht sich immer zwei Mal
Teil 015 ~ Böses Erwachen
Teil 016 ~ Kathy im Ausnahmezustand
Teil 017 ~ Seltene Geschwisterliebe unter kleinen Freunden
Teil 018 ~ Viele schöne, aber auch unschöne Jahre einer verlassenen Frau
Teil 019 ~ Auf nach China
Teil 020 ~ Geheimnisvoller Einwohner


Teil 021 ~ Der Angelausflug
Teil 022 ~ Oh, sweethome
Teil 023 ~ Revierverteidigung
Teil 024 ~ Wenn das große, schwarze Loch wieder an dir zerrt
Teil 025 ~ Ein Zusammentreffen der besonderen Art
Teil 026 ~ Eine Notlüge jagt die Nächste
Teil 027 ~ Hunger
Teil 028 ~ Küssen verboten
Teil 029 ~ Rettungsversuch
Teil 030 ~ Knurrender Magen


Teil 031 ~ Man sieht sich immer zwei Mal im Leben
Teil 032 ~ Eine CD von Mister Johnson
Teil 033 ~ Alkoholkonsum mit schweren Folgen
Teil 034 ~ Späte Konsequenzen
Teil 035 ~ Roys endlose Verzweiflung
Teil 036 ~ Ein kleiner Hoffnungsschimmer für Roy
Teil 037 ~ Missverständnis (?)
Teil 038 ~ Eine fällige Unterhaltung mit Gerry Teil 1
Teil 039 ~ Ein Wechselbad der Gefühle
Teil 040 ~ Das Jugendamt


Teil 041 ~ Ein niveauvolles Gespräch
Teil 042 ~ Irrationale Gefühle
Teil 043 ~ Eine erzwungene Entscheidung in letzter Sekunde
Teil 044 ~ Zuckersüße Ablenkungsversuche
Teil 045 ~ Acht Jahre später
Teil 046 ~ Die Geburtstagsüberraschungsparty
Teil 047 ~ Gefährliche Gedanken
Teil 048 ~ Ein kleiner Ausflug
Teil 049 ~ Ein Liaison mit Ilse
Teil 050 ~ Schlechte Nachrichten


Teil 051 ~ Trauer pur
Teil 052 ~ Wenn sich die Wunde nicht schließen will
Teil 053 ~ Das Bedürfnis einem geliebten Mensch nahe zu sein
Teil 054 ~ Dem geliebten Menschen ein letztes Mal nahe sein zu dürfen
Teil 055 ~ Ein Gespräch mit Herzrhythmusstörungen
Teil 056 ~ Partyvorbereitungen
Teil 057 ~ Roy wird volljährig
Teil 058 ~ Ein Mord in Sunset Valley
Teil 059 ~ Mandys Doppelgängerin (?)
Teil 060 ~ Kommt Gerry zurück nach Sunset Valley?


Teil 061 ~ Verbotene Gier
Teil 062 ~ Schlechtes Gewissen
Teil 063 ~ Erinnerungen
Teil 064 ~ Roys Gefühlswelt
Teil 065 ~ Verbotene Streicheleinheiten
Teil 066 ~ Bens Abreise
Teil 067 ~ Kreislaufprobleme
Teil 068 ~ Beast of Burden - die Bedeutung?
Teil 069 ~ Ein jahrelanger Kampf ohne Aussicht auf Sieg
Teil 070 ~ Ein Herz zerspringt in tausend Teile


Teil 071 ~ Tausend Fragen und unerreichbare Antworten
Teil 072 ~ Eine ausgeklügelte Frage (?)
Teil 073 ~ Namensänderung
Teil 074 ~ Das Ärzteteam kämpft verzweifelt um ein Menschenleben
Teil 075 ~ Komplikationen
Teil 076 ~ Der ungünstigste Zeitpunkt
Teil 077 ~ Schmerzhafte Erinnerungen
Teil 078 ~ Kleine Geständnisse
Teil 079 ~ Einmal um den heißen Brei und wieder zurück
Teil 080 ~ Rachegelüste


Teil 081 ~ Eine Ungewollte Beichte
Teil 082 ~ Zu hoher Blutdruck
Teil 083 ~ Stalking oder Liebe - das ist hier die Frage
Teil 084 ~ Unerklärliche Flecken
Teil 085 ~ Eine alte/neue Freundschaft
Teil 086 ~ Die Suche nach dem Unbekannten
Teil 087 ~ Eine schmerzhafte Einladung
Teil 088 ~ Steaks mit krassen Nebenwirkungen
Teil 089 ~ Vater & Tochter
Teil 090 ~ Hausverbot


Teil 091 ~ Ich kann mich nicht mehr bewegen
Teil 092 ~ Ein aussichtsloser Kampf (?)
Teil 093 ~ Frühstücksgespräche
Teil 094 ~ Die Untersuchung
Teil 095 ~ Neue Nachbarn (?)
Teil 096 ~ Das Todesurteil
Teil 097 ~ Eine geheimnisvolle Bücherei
Teil 098 ~ Hoffnungslosigkeit und plötzlich flackert ein kleines Licht auf
Teil 099 ~ Ein blonder Engel sieht Rot
Teil 100 ~ Große Pläne - schnelle Taten


Teil 101 ~ Roy bekommt Probleme
Teil 102 ~ Ein Abschied, für immer (?)
Teil 103 ~ Ein unseriöser Zeitungsartikel
Teil 104 ~ Ein kleines, niedliches Mädchen namens Anne
Teil 105 ~ Gehirnzellen auf Powermodus
Teil 106 ~ Ein Nickerchen auf der Tastatur
Teil 107 ~ Hinter einer Glasscheibe
Teil 108 ~ Ein kostspieliges Geschenk
Teil 109 ~ Kostspielige Vaterliebe
Teil 110 ~ Eine prekäre Situation


Teil 111 ~ Eine fällige Frage
Teil 112 ~ Gerry macht reinen Tisch
Teil 113 ~ Die verzweifelte Suche
Teil 114 ~ Ein bisschen Sicherheit
Teil 115 ~ Der Wunsch nach einem Albtraum
Teil 116 ~ Schwere Vorwürfe
Teil 117 ~ Eine überfällige Aussprache
Teil 118 ~ Zermürbende Warterei
Teil 119 ~ Es ist vorbei - alles ist vorbei
Teil 120 ~ Gemeine Pläne

Teil 121 ~ Luftwechsel
Teil 122 ~ Keine Besuche
Teil 123 ~ Arlo betritt die Höhle des Löwen
Teil 124 ~ Kein Abschied (?)
Teil 125 ~ Ein vernichtender Abschied
Teil 126 ~ Unschuldige Kulleraugen
Teil 127 ~ Ein paar wenige Momente Ablenkung
Teil 128 ~ Die heißersehnte Entlassung
Teil 129 ~ ... dann bringe ich mich eben um
Teil 130 ~ Ein Mann - zwei Frauen

Teil 131 ~ Gift in den Adern
Teil 132 ~ Es gibt keine Zufälle
Teil 133 ~ Erste intensive Berührungen
Teil 134 ~ Der Tag danach
Teil 135 ~ Der zweite Geburtstag
Teil 136 ~ Ein Arzt sieht Rot
Teil 137 ~ Probleme - Probleme - Probleme
Teil 138 ~ Unangenehme Fragen
Teil 139 ~ Blutgruppenkontrolle
Teil 140 ~ Eigenartige Nachrichten

[I]Teil 141 ~ Ein kleines Mädchen ohne Vater (?)[/I]
[I]Teil 142 ~ Wo ist Kathy?[/I]
[I]Teil 143 ~ Eine Flasche Wein[/I]
[I]Teil 144 ~ Quälende Gedanken[/I]
[I]Teil 145 ~ Nötigungsversuche[/I]
[I]Teil 146 ~ (K)ein Dollarbaby[/I]
[I]Teil 147 ~ Alles außer Rand und Band[/I]
[I]Teil 148 ~ Eine fällige Entschuldigung[/I]
[I]Teil 149 ~ Ein fälliges Gespräch unter Männern[/I]
[I]Teil 150 ~ Ein Schlachtplan muss her[/I]

Teil 151 ~ Ein klärendes Gespräch
Teil 152 ~ Hühnerrunde
Teil 153 ~ Der geheimnisvolle Wirkstoff
Teil 154 ~ Fehlende Hinweise
Teil 155 ~ Ein neuer Schichtplan
Teil 156 ~ Ein Picknick im Grünen
Teil 157 ~ Wenn der Magen sich verrät
Teil 158 ~ Sechs Kinder (?)
Teil 159 ~ Ein Versuch
Teil 160 ~ Eine fällige Unterhaltung mit Gerry Teil 2

Teil 161 ~ Eine fällige Unterhaltung mit Gerry Teil 2-2
Teil 162 ~ Das Machtwort eines Spitzels
Teil 163 ~ Enthaltsamkeit
Teil 164 ~ Ein schwerer Tag für Ben
Teil 165 ~ Eine denkwürdige Unterhaltung
Teil 166 ~ Wehmut an jeder Ecke
Teil 167 ~ Ilse Hartwig
Teil 168 ~ Kindersegen
Teil 169 ~ Eine fällige Unterhaltung mit Gerry Teil 3
Teil 170 ~ Eine Überraschung

Teil 171 ~ Erinnerungen
Teil 172 ~ Etwas Gebrauchtes

~ ENDE ~

~ ~ ~


Story-Musikvideos:


01. Kapitel 015: Savage Garden - Truly Madly Deeply
02. Kapitel 016: Westlife - Mandy
03. Kapitel 043: Sunrise Avenue - Welcome To My Life
04. Kapitel 047: Damian Rice - 9 Crimes
05. Kapitel 064: LinkinPark - Leave Out All The Rest
06. Kapitel 065: Bette Midler - Beast Of Burden
07. Kapitel 072: Evanescence - Wake me up Inside
08. Kapitel 090: Cat Stevens - Father and Son
09. Kapitel 091: Glashaus - Ich Kann Mich Nicht Bewegen
10. Kapitel 093: Muse - Supermassive Black Hole
11. Kapitel 095: U2 - One
12. Kapitel 101: Bette Midler - The Rose
13. Kapitel 105: Emilia - Big Big World
14. Kapitel 108: The Kelly Family - Mama

15. Kapitel 114: Daniel Schuhmacher - Irgendwas Bleibt
16. Kapitel 121: Daniel Schuhmacher - Frozen
17. Kapitel 125: Selig - Knockin' On Heaven's Door
18. Kapitel 129: Die toten Hosen - Alles Aus Liebe
19. Kapitel 130: Philipp Poisel - Wie soll ein Mensch das ertragen
20. Kapitel 137: Pink - Try
21. Kapitel 147: Linkin Park - Somewhere I Belong
22. Kapitel 151: James Blunt - Goodbye My Lover

23. Kapitel 154: Pink - Please Don't Leave Me
24. Kapitel 159: Joe Cocker & Jennifer Warnes - Up Where We Belong

25. Kapitel 160: Blue - Sorry Seems To Be The Hardest Word
26. Kapitel 166: U2 - With Or Without You (Boyce Avenue feat. Kina Grannis acoustic cover)
27. Kapitel 169: 30 Seconds to Mars - 9 1/2 Weeks - Bad Romance
28. Kapitel 170: Bruno Mars - Marry You!

~ ~ ~


Extra-Bilder:


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1. Fotostory: Liebe, Leid und Dramen [beendet] 2. Fotostory: Michele Montebello ~ Ein geprägtes Leben

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3. Auch ein abgewracktes Leben will niveauvoll gelebt werden / Nur 1 Teil

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#2
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INDEX ~ ~ ~ Teil 1 ~ ~ ~ VOR

Es war ein heißer Sommertag, so wie jeden Tag in Sunset Valley. Madleen freute sich auf ihre allerbeste
FreundinKathy, die in etwa einer Stunde bei ihr eintrudeln wollte. Sie riss die Musikanlage
auf und machte
sich im Bad für den Tag hübsch.


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In ihrem leeren Leben gab es nicht sehr viel, worüber sie sich freuen konnte. Madleen musste große Opfer
bringen,i
hr Leben hatte sich drastisch verändert, seitdem ihr hitzköpfiger Mann, Gerry zu einer großen
Be
rühmtheit gewordenwar. Er war Musiker und war mit seiner Band oftmals wochenlang auf Tournee.
Manch
mal hatte sie ihren Mannbegleitet und aus Koffern in irgendwelchen sterilen Hotelzimmern gewohnt.

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Etliche Male hatte sie mit ihm, bis zum totalen Blackout, ausgelassene Partys gefeiert und etliche Male hatte
sienicht mehr gewusst, wie sie überhaupt in ihr Bett gekommen war. Manchmal hatte sie sich ein
ganz normales,
ruhiges Leben auf dem Land gewünscht. Genauso ein stinknormales Leben, wie es ihre
beste Freundin Kathy mit

ihrem Mann Ben führte.

Madleen hasste das Alleinsein. Für sie war es die größte Strafe und diese riesen Villa hatte es nur noch
verschlimmert.

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Hätte sie sich nicht an die unzähligen Treffen mit Kathy festhalten können, dann wäre Madleen vermutlich
bereitsin ihren besten Jahren des Lebens schon vereinsamt.


Nicht viele Menschen kamen mit ihrer speziellen Art und Weise zurecht. Genau genommen hatte Madleen
keine Freundin, außer Kathy, mit der sie schon seit der Grundschule zusammen die Schulbank gedrückt
hatte.

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Die ungleichen Freundinnen hatten schon damals für ausreichend Gesprächsstoff gesorgt. Im Lehrerzimmer
warendie Mädchen belächelt worden, denn hier hatte das Sprichwort: Gegensätze ziehen sich an, absolut
gegriffen.


Während Kathy immer sehr strebsam und fleißig gewesen war, war Madleen verträumt, leicht ablenkbar und
temperamentvoll gewesen. Sie liebte aufreizende Kleidung, Kathy hingegen war der elegante, zugeknöpfte,
aber schicke Typ Frau.

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Diese Charakterunterschiede blieben bis heute, aber sie waren alles andere als störend.

Madleen schaute nervös auf ihre Uhr. Nur noch 30 Minuten, dann wäre die Einsamkeit wenigstens für ein paar
Stunden beendet.

Sie ging hinunter in die Küche und machte sich ein Toast. Ihr Magen knurrte. Während sie den Toast verspeiste,
wippte sie ungeduldig von einer Pobacke auf die andere.

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Nach einer gefühlten Ewigkeit war es endlich so weit. Madleen sprang förmlich vom Hocker, als es an der
Haustür schellte.


Sie öffnete die Tür und rief laut: „Kathyyyyyyyyy!“ Anschließend drückte sie ihre Freundin so fest an sich,
dass Kathy wild nach Luft schnappen musste.


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„Maddy“, sagte Kathy und hüpfte nervös auf der Stelle. „Du wirst es als Erste erfahren. Ich hab‘s noch keinem
erzählt, nicht einmal Ben.“ Kathy blickte mit funkelnden Augen auf Madleen.

Madleen schluckte schwer. „Jetzt machst du mir aber ne scheiß Angst. Wurde Ben etwa versetzt und du lässt
mich nun hier im öden Sunset Valley allein sitzen?“


Kathy grinste breit.

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„Nein, nein Maddy. Wo denkst du hin? Ich würde doch niemals meine allerbeste Freundin alleinlassen. Niemals!
Es ist etwas anderes. Etwas, was ich mir eigentlich schon immer gewünscht habe.“ Ihre Augen
blitzen auf.

Madleen sank den Kopf und seufzte einmal auf. Sie konnte sich schon denken, welche freudige Nachricht ihre
Freundin im Gepäck hatte. Aber sie war sich nicht sicher, ob sie die auch hören wollte.

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„In der wievielten Woche bist du, Kathy? Ich freue mich wirklich für euch, aber hast du dir das auch gut
überlegt? Ein Kind bedeutet enorme Verantwortung und du musst rund um die Uhr stramm stehen.“


„Hey! Na klar, Maddy. Ich wünsch mir das Baby vom ganzen Herzen und Ben auch. Eine Familie zu gründen ist
doch ein Geschenk des Himmels – der Sinn des Lebens.“ Kathy schaute besorgt auf ihre Freundin, denn sie sah
sofort, dass Madleen nicht ganz so erfreut darüber war, wie sie.

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Und es stimmte. Madleen fühlte widersprüchlich. Einerseits freute sie sich für ihre beste Freundin, aber
andererseits haderte sie mit ihrem Ego. Wahrscheinlich würde Kathy viel weniger Zeit für sie haben
und
die gemeinsamen Treffenmüssten zukünftig geplant werden. Ja, und überhaupt – alles würde sich damit
ändern.


Madleen musste bereits ihren Mann mit der Musik und den Fans teilen. Jetzt auch noch ihre allerbeste
Freundin. Ihre Augen füllten sich halbvoll mit Tränen. Sie schluckte und versuchte die Tränen zu unter
drücken,
aber es gelang ihr nicht. Ihre beste Freundin sah bereits das Drama und drückte sie fest an
sich.

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„Hey, Süße! Ich weiß genau, was du denkst. Aber glaub mir, es wird sich zwischen uns rein gar nichts ändern.
Ich bekomme doch nur ein Baby und du sollst die Patentante von meinem Baby werden. Ja?
Wirst du das? Ich
wünsche es mir so sehr.“


Madleen trocknete mit dem Handrücken ihre Augen. „Dumm von mir, oder? Natürlich möchte ich die
Patenschaft übernehmen.“


Der Tag verging wie im Fluge. Eigentlich war das immer so gewesen, wenn Kathy und Madleen den Tag
zusammen verbracht hatten.

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Als es 15.00 Uhr war, wollte Kathy wieder nach Hause. Ben hatte gleich Feierabend und sie war sehr darauf
bedacht, eine gute Haus‐ und Ehefrau zu sein.

Für Madleen bedeutete das jedoch wieder pure Einsamkeit bis zum nächsten Morgen. Aber vielleicht würde
ihr Mann Gerry noch anrufen, so wie er es immer getan hatte, wenn sie getrennt gewesen waren.


Vor der Tür umarmten sie sich zum Abschied.

[Bild: 0013-llud.jpg?i=1318537609]

„Bis morgen, Süße und mach mir keine Dummheiten, ja?“ Sorgenvoll schaute Kathy auf ihre Freundin.

„Ich versuch‘s“, sagte Madleen, aber sie lächelte dabei, obwohl ihr so gar nicht zum Lächeln zumute war.
„Grüß Ben von mir. Bis morgen, dann lassen wir uns wieder mal so richtig durchkneten, oder?“


„Ja, darauf freue ich mich.“ Kathy zwinkerte aufmunternd ihrer Freundin zu und fuhr dann mit ihrem
schicken neuen Auto nach Hause.


[Bild: 0014-llud.jpg?i=1334106370]

Madleen hob die Morgenzeitung auf, die schon den ganzen Tag vor ihrer Tür gelegen haben musste und sah auf
der Titelseite ihren Mann, Gerry.

[Bild: 0015-llud.jpg?i=472920128]

Verdutzt hob sie ihre Augenbrauen und ging mit dem Blick auf Gerrys Foto gerichtet ins Haus.

Textlänge: 977 Wörter

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~ ~ ~ Teil 2 ~ ~ ~


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1. Fotostory: Liebe, Leid und Dramen [beendet] 2. Fotostory: Michele Montebello ~ Ein geprägtes Leben

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#3
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ZURÜCK ~ ~ ~ Teil 2 ~ ~ ~ VOR

Madleen setzte sich auf die Couch und las den Artikel über ihren Mann.

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Gerry Jordon verprügelt Fan auf der Bühne!

Als während des Konzerts ein Fan auf die Bühnesprang, unterbrach der Gitarrist Gerry Jordon sein Gitarrensolo,
nahm die Gitarre und schlug sie dem auf die Bühne stürmenden Fan auf den Kopf. Mit ein paar Platzwunden
konnte der Fan noch am selben Tag das Krankenhaus verlassen.

Sie legte die Zeitung beiseite und starke Sehnsucht stieg in ihr auf. Sie wäre jetzt gerne bei ihm.

[Bild: 0017-llud.jpg?i=807785118]

Auf der anderen Seite schüttelte sie über ihren Mann den Kopf. Ja, so kannte man den hitzköpfigen Rockstar.
Wenn ihm etwas nicht passte, konnte er schon sehr jähzornig und sogar handgreiflich werden. Seine Fans schienen
ihn dennoch zu lieben, genauso sehr wie Madleen. Für sie war Gerry ihr Traummann, dass Absolute, der Supermann,
ihr Ein und Alles.

Sie konnte sich ein Leben ohne ihn nicht vorstellen und sie wollte es sich auch nicht vorstellen.

[Bild: 0018-llud.jpg?i=521941109]

Sie kannte ihn nun schon so lange. Sie hatte sich kurz vor ihrem Schulabschluss unsterblich in ihn verliebt. Auf
dem Abschlussball hatte er mit seiner Band für die Kommilitonen gespielt und schon damals hatte sie auf ihn
verzichten müssen. Ihre Freundinnen hatten mit ihren Partnern auf dem Ball getanzt, während sie ihren Partner
nur auf der Bühne anhimmeln konnte.

In seinen wilden Jahren hatte Gerry für wenig Geld in verrauchten Kneipen gespielt, bis er von einem einfluss-
reichen Musikproduzent entdeckt worden war.

[Bild: 0019-llud.jpg?i=513094609]

Madleen schlug sich irgendwie die Zeit tot. Sie machte Sport, damit sie für ihren Liebsten einen schönen Körper
behielt. Er konnte fast jede Frauen haben, darum durfte sie sich auf keinen Fall gehen lassen. Sie konnte sich keine
Orangenhaut oder irgendwelche Falten erlauben – nicht bei einem Gerry Jordon.

[Bild: 0020-llud.jpg?i=9332943]

Zwar hatte er ihr stets seine Liebe beteuert, aber Madleen geriet immer wieder unter Stress und hatte das Bedürfnis
sich für ihren Mann jung und schön zu halten. Er stand darauf, wenn sie sexy Kleidung trug und sie ihn mit ihren
Reizen lockte. Und genau das tat sie gerne.

Als die Wellen des Meeres langsam die Nacht ans Land trugen, war Madleen erleichtert. Wieder hatte sie einen
langen, einsamen Tag über die Runden gebracht.

[Bild: 0021-llud.jpg?i=189672421]

Jetzt müsste sie nur noch die Nacht überstehen… irgendwie.

Sie ging ins Haus und duschte sich den Schweiß von ihrem muskulösen Körper. Ja, ihr Körper konnte sich durch-
aus sehen lassen und sie konnte stolz darauf sein.

[Bild: 0022-llud.jpg?i=1414675447]

Als sie auf die Uhr schaute, war es 20.00 Uhr. Plötzlich klingelte ihr Handy. Madleen juchzte vor Freude ein Mal
laut auf und blickte aufs Display. Sie hatte angenommen, dass es Gerry war, aber er war es nicht.

Gunther Grusel, einer der bizarrsten Einwohner Sunset Valleys rief an.

„Hallo Gunther“, begrüßte Madleen ihn geknickt.

[Bild: 0023-llud.jpg?i=252430643]

„Hey Maddy! Wie geht es dir?“

„Danke, mir geht’s gut und dir?“ Madleen hasste diese Floskeln, aber sie wollte Gunther auch nicht die Ohren
volljammern.

„Na ja, ich habe wieder ne leichte Ehekrise. Cornelia spinnt manchmal, das glaubst du gar nicht.“

„Ach, das gibt sich schon wieder. Das war doch bis jetzt jedes Mal so.“

[Bild: 0024-llud.jpg?i=1826296935]

„Meinst du wirklich? Ach Mensch, ich wäre jetzt gerne bei dir“, seufzte Gunther.

Die Einwohner Sunset Valleys fanden, dass die beiden sehr ähnlich und gleichermaßen eigenartig waren. Gemeinsam-
keiten konnten verbinden und so war zwischen den beiden eigensinnigen Menschen eine Freundschaft entstanden.
Nur wusste sie nicht, wie weit Gunther wirklich gehen würde.

Auf jeden Fall war sein Interesse nicht gering.

Madleen hielt sich kurz und täuschte eine Müdigkeit vor. „Gute Nacht, Liebes“, hauchte er ihr zum Abschied in den
Hörer.

Madleen lächelte.

[Bild: 0025-llud.jpg?i=243680877]

„Schlaf gut, Gunther“, sagte sie und legte auf.

Sie sehnte sich wieder nach ihrem Mann. Danach, seine Stimme zu hören. Sie wusste nicht einmal, wo sich ihr
Mann genau aufhielt und wann er wieder nach Hause kommen würde.

Deprimiert setzte sie sich vor den Fernseher. Sie hasste fernsehen, aber derzeit war der Fernseher ihr einziger
Freund in den vielen einsamen Stunden.

[Bild: 0026-llud.jpg?i=1032959083]

So richtig konnte sie sich gar nicht auf das Fernsehprogramm einlassen. Immer wieder wurde sie von Ängsten,
Traurigkeit und Frust überrollt.

Madleen schaute zwar zum Fernseher, sie hörte auch irgendein Gekreische, aber sie schaute verträumt durch den
Fernseher hindurch. Es schien irgendein Horrorfilm zu laufen. Ob das, das Richtige für die deprimierte junge Frau
war?

Aber ängstlich war Madleen noch nie. Und ehe sie sich die Frage beantworten konnte, ob sie den Film anschauen
sollte oder nicht, schlief sie auf dem Sofa ein.

[Bild: 0027-llud.jpg?i=1535163827]

Irgendwann kurz nach Mitternacht wachte Madleen verwirrt auf. Verletzt musste sie feststellen, dass ihr Mann sie
nicht mehr angerufen hatte und dies wohl jetzt auch nicht mehr tun würde.

Sie kämpfte mit den Tränen und spülte den fetten Kloß, der ihr die Kehle zuschnürte mit einem Glas Weißwein
hinunter.

[Bild: 0028-llud.jpg?i=248041867]

Gedanken zogen vorbei. Bestimmt hatte Gerry Gesellschaft von irgendwelchen hübschen Frauen und konnte sie
deshalb nicht anrufen. Je mehr sie sich diesen Gedanken hingab, desto tiefer sank sie in ein tiefes, schwarzes
Loch.

Sie musste raus, ganz schnell raus aus dieser großen und leeren Villa.

Sie zog sich eilig an und fuhr aus lauter Verzweiflung auf den Friedhof. Nur um nicht allein sein zu müssen.

Einsam und verlassen setzte sie sich auf eine Friedhofsbank und schaute gedankenverloren ins Nichts.

[Bild: 0029-llud.jpg?i=1996425249]

Ihre Luftröhre weitete sich wieder und sie bekam hier draußen deutlich besser Luft, als in der Villa. Angst hatte
Madleen nicht – überhaupt nicht, obwohl sie sich mitten zur Geisterstunde auf einem Friedhof aufhielt.

Sie bekam noch nicht einmal Angst, als sie auf der anderen Seite eine leuchtende Gestalt erblickte.

[Bild: 0030-llud.jpg?i=433186815]

Im Gegenteil! Somit hatte sich ihre Theorie bestätigt. Es gab Geister und hier war sie nicht allein. Keine Gedanken
kreisten schwer in ihrem Kopf, ja selbst die Einsamkeit war für diesen Augenblick verschwunden. So konnte sie
wenigstens den quälenden Gedanken für einige Stunden entkommen.

Plötzlich betrat ein Mann den Friedhof. Ein Mann, den Madleen zu kennen schien. Mit weit aufgerissenen Augen
starrte sie zu ihm hinüber.

Textlänge: 985 Wörter

[Bild: teil-002-llud.jpg?i=2129916799]

~ ~ ~ Teil 3 ~ ~ ~


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#4
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ZURÜCK ~ ~ ~ Teil 3 ~ ~ ~ VOR

Madleen wusste garnicht mehr so genau, wie lange sie nun schon dort saß. Der kühle Nachtwind streichelte ihre
empfindliche Haut. Irgendwelche Gestalten zogen an ihr vorbei und sie fühlte sich eigenartigerweise sogar wohl.

Bin ich normal?, das waren ihre Standardfragen, aber mittlerweile war es ihr ziemlich egal, ob sie es war oder nicht.

[Bild: 0031-llud.jpg?i=1192845074]

An diesem Ort wurde Madleen bewusst, wie nah Leben und Tod beieinanderlagen. Und sie musste sich eingestehen,
dass sie sich momentan in einem schwarzen Loch befand. Dass sie von einer Lebenskrise gepackt wurde, aber diese
Krise wollte sie genauso schnell wieder loswerden, wie sie gekommen war.

Aber dann näherte sich ihr die nächste Krise. Oh nein, dachte sie sich. Kackerlakack! Oder wie sagt die feine Dame?
Ach du grüne Neune. Wie peinlich! Was um Himmelswillen macht bloß Ben hier?

[Bild: 0032-llud.jpg?i=653460647]

Ihr war es äußerst unangenehm, dass Ben sie mitten in der Nacht auf dem Friedhof antraf. Sie überlegte, ob sie
sich schnell hinter die Bank hocken sollte. Wenn Ben sie da aber so entdecken würde, wäre das an Peinlichkeit
schwer zu überbieten.

Ihre Blicke trafen sich und Madleens Herz rutschte in die Hose, als Ben mit großen Schritten und fragender Miene
direkt auf sie zuging.

[Bild: 0033-llud.jpg?i=11492894]

Mist, was soll ich ihm denn jetzt sagen? Madleen erhob sich von der Bank und begrüßte Kathys Mann.

„Hey Madleen, was machst du denn hier mitten in der Nacht ganz allein auf dem Friedhof?“, fragte er sie
v
erwundert.


Madleen errötete vor Scham und sie hoffte, dass die Dunkelheit es verbarg. „Ach, weißt du … ich konnte
irgendwie nicht einschlafen und da wollte ich nur ein bisschen frische Luft schnappen.“

[Bild: 0034-llud.jpg?i=624141185]

Ben runzelte skeptisch die Stirn. „Aber das hättest du doch auch in deinem Garten tun können. Dafür musst
du nicht mitten in der Nacht auf den Friedhof gehen. In deinem Garten ist es auf jeden Fall sicherer als hier.“

„Ja, das stimmt schon. Aber heute musste ich einfach mal raus und mir die Beine vertreten.“

Er sah noch immer ungläubig auf sie herab und sie lenkte gekonnt vom Thema ab. „Hey und dann herzlichen
Glückwunsch. Ich habe es schon von Kathy gehört. Ihr bekommt Nachwuchs … toll … ich freue mich total für
euch.“


[Bild: 0035-llud.jpg?i=120929939]

„Danke, Madleen. Ich freue mich auch schon wahnsinnig auf unseren Sprössling. Leider dauert das ja noch
etwas.“


Madleen drückte sich ein Lächeln heraus, damit sie ihre eigentliche Verzweiflung überspielen konnte. „Und was
machst du hier mitten in der Nacht? Auch Männer wie du wären im Garten sicherer, oder?“

„Tja, Kleines, der Job ruft manchmal auch nachts. Außerdem darf ich im Gegensatz zu dir eine Waffe mit mir
führen.“ Er grinste. „Na komm, Maddy. Ich fahre dich wohl besser jetzt nach Hause.“

[Bild: 0036-llud.jpg?i=1091275426]

„Jaja, der pflichtbewusste Ben. So kennt man dich in ganz Sunset Valley. Aber weißt du, ich habe mein Auto hier
stehen. Das bringt mich ganz bestimmt auch sicher nach Hause.“

„Ich bin Polizist und weiß, was nachts auf den Straßen passieren kann. Ich bringe dich dann wenigstens zu
deinem Auto. Wenn dir hier etwas passieren sollte, macht mich Kathy einen Kopf kleiner. Ich hätte die Hölle
auf Erden. Willst du das?“ Ben grinste wieder und legte seinen Kopf schief.

[Bild: 0037-llud.jpg?i=205148417]

Madleen hob ihre Augenbrauen und schüttelte grinsend den Kopf. „Nein, nein! Natürlich will ich das nicht. Gerade
jetzt, wo doch euer geplantes Leben anfängt. Euer Baby hat wahnsinniges Glück, das es so tolle Eltern bekommt.
Ihr werdet ganz bestimmt fabelhafte Eltern sein.“ Sie unterdrückte schnell die aufkommenden Tränen.

„Ach, danke Maddy. Das hast du wirklich sehr lieb gesagt.“ Er packte sie und drückte sie freundschaftlich an sich.

[Bild: 0038-llud.jpg?i=1213009519]

„Komm, wir gehen jetzt, ja?“

Madleen konnte sich seinen bestimmenden Worten nicht widersetzen, schließlich hatte er eine Knarre dabei.
Wie
angekündigt brachte er sie zu ihrem Wagen. „Komm gut nach Hause und ich hoffe für dich sehr, dass du
von
unserem Glück ein großes Stück abbekommst.“ Aufmunternd zwinkerte er ihr zu.

Madleen lächelte verlegen, stieg ins Auto und fuhr nach Hause, während Ben ihr nachdenklich nachsah.

[Bild: 0039-llud.jpg?i=1669859822]

Während der Heimfahrt schossen der jungen Frau Gedanken durch den Kopf. Wenn Ben ihrer besten Freundin
Kathy von der nächtlichen Begegnung auf dem Friedhof erzählen würde, dann konnte sie damit rechnen, dass
Kathy nachhaken würde und ihr vermutlich unangenehme Fragen stellte.

Madleen kannte ihre warmherzige Freundin nur zu gut, um zu wissen, dass Kathy niemals locker lassen würde,
bis
sie auf ihre Fragen plausible Antworten bekam.

[Bild: 0040-llud.jpg?i=687280262]

Mit fadenscheinigen Ausreden konnte man Kathy nicht abspeisen. Nur selten hatte Madleen ihrer Freundin etwas
vormachen können – wenn überhaupt.

Madleen grübelte und grübelte. Eine glaubhafte Geschichte musste her, und zwar ganz schnell. Vielleicht hatte
sie
aber auch großes Glück und Ben würde Kathy gar nichts erzählen, aber darauf sollte sie sich wohl besser
nicht
verlassen.

Kurz bevor sie sich schlafen legen wollte, beruhigte sie ihre Nerven mit ein paar Schlucken Weißwein. Ihre
Nervosität war kaum auszuhalten.

[Bild: 0041-llud.jpg?i=1916608816]

Sie fiel in einen nur leichten Schlaf. Ihre Gedanken schwirrten um ihren Mann und sie hoffte sehr, dass er sie
wenigstens am nächsten Tag anrufen würde. Wenn nicht, dann würde sie ihn wohl anrufen müssen, auch wenn
sie abgemacht hatten, dass er sie immer anrufen würde, sobald er Zeit fand.

[Bild: 0042-llud.jpg?i=826334366]

Textlänge: 857 Wörter

[Bild: teil-003-llud.jpg?i=435308778]

~ ~ ~ Teil 4 ~ ~ ~


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#5
Damit es hier hoffentlich reibungslos weiterlaufen kann Cuinlove
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#6
[Bild: label_llud-04.png?i=357288491]

ZURÜCK ~ ~ ~ Teil 4 ~ ~ ~ VOR

Madleen wurde am nächsten Morgen mit Herzklopfen unsanft aus dem Schlaf geweckt. Sie hatte die peinliche
Unterhaltung mit ihrer Freundin direkt vor sich und sie konnte nur hoffen, dass Ben ihr nichts von der nächtlichen
Begegnung auf dem Friedhof erzählt hatte.

[Bild: 0043-llud.jpg?i=180199544]

Eine glaubhafte Erklärung musste her. Madleen stand auf, ging hinunter in die Küche, machte das Radio an und
zauberte sich ein Gute‐Laune‐Frühstück.

Plötzlich klingelte ihr Handy. Das Klingeln fuhr ihr durch den gesamten Körper. Madleen nahm es hastig, sah aufs
Display, dann überschlug sich ihr Herz.

[Bild: 0044-llud.jpg?i=1973400500]

„Hi Kleines, wie geht es dir? Ich vermisse dich. Die Auftritte sind sowas von anstrengend, das glaubst du gar nicht.
Sorry, aber gestern konnte ich dich nicht mehr anrufen. Ich bin nur noch tot, wie ein nasser Sack, ins Bett gefallen.
Ich war total platt und bin gleich eingepennt.“

Ja, so kannte sie ihren geliebten Gerry. Er quatschte manchmal ohne Punkt und Komma. Madleen musste lächeln.

[Bild: 0045-llud.jpg?i=1099268571]

„Hi, mein kleiner Rockstar. Schön deine Stimme zu hören. Was glaubst du denn, wie sehr du mir fehlst? Ich fühle
mich hier total einsam ohne dich. Hoffentlich kannst du bald nach Hause kommen.“ Madleen seufzte betrübt.

Gerry stockte kurz, aber dann fuhr er fort. „Eigentlich wollte ich dich überraschen, aber wenn ich dir so sehr fehle,
dann kann ich das nicht länger für mich behalten.“ Er lachte. „Ich bekomme zwei Tage frei, Baby. Aber danach
muss ich meine Tour mit den Jungs fortsetzen. Wenigstens hätten wir zwei heiße Tage zusammen. Na, wie findest
du das?“

Madleen wurde jetzt schon ganz heiß bei dem Gedanken. So heiß, dass ihr vor Freude beinahe die Tränen kamen.

[Bild: 0046-llud.jpg?i=45360394]

Nachdem sich der krampfende Körper etwas gelockert hatte, sprang sie vor Freude in die Luft und kreischte laut
ins leere Haus. Hastig und keuchend sprach sie nach dem ersten Gefühlsausbruch weiter. „Wann kannst du
kommen?“


„Ich glaub, ich hab mir jetzt einen Tinnitus eingefangen“, feixte er. „Also … wenn alles gut geht, bin ich in drei
Tagen
bei dir, Baby.“

[Bild: 0047-llud.jpg?i=576281533]

Madleen schwebte im siebten Himmel. Drei langeTage müsste sie noch aushalten, aber dann konnte sie zwei
Tage
ihren geliebten Gerry in die Arme schließen.

Sie unterhielten sich noch etwa zehn Minuten, vollgepackt mit Liebesschwüren und Liebesbekundungen. „Ich
liebe
Dich“, hauchte Madleen zum Abschied ihrem Mann zu.

Madleen lächelte erleichtert und legte auf. Verträumt starrte sie noch eine ganze Weile auf ihr Handy.

[Bild: 0048-llud.jpg?i=566663201]

Madleen war sich nicht sicher, ob sie ihm die Version der totalen Erschöpfung abkaufen konnte. Okay, sie hatte
keine Beweise, nur ein ungutes Gefühl im Magen. Aber sie wollte ihren Mann auch nicht mit Eifersüchteleien auf
den Wecker gehen. Sie wollte eigentlich niemandem auf die Nerven gehen und genau darin lag das Problem. Sie
vertraute sich nur selten jemandem an. Sie spielte die taffe und starke Frau, aber in Wirklichkeit war sie alles
andere als das.

Alle kauften ihr diese Rolle gut ab, sogar Gerry, aber nicht Kathy. Kathy wusste selten Definitives, aber sie ahnte
und spürte Madleens innere Zerrissenheit.

[Bild: 0049-llud.jpg?i=1603149572]

Kathy war sowieso ein harter Brocken, den man kaum umgehen konnte. Manchmal war es sehr anstrengend, vor
ihr irgendeine Rolle zu spielen. Aber sie war auch Madleens Fels in der Brandung, ihr Rettungsring auf hoher See.
Und genau deswegen liebte Madleen ihre Freundin aus tiefstem Herzen.

Nachdem Madleen ihr Gute‐Laune‐Frühstück verputzt hatte, machte sie sich fröhlich für das gemeinsame Treffen
im Wellnesscenter fertig.

[Bild: 0050-llud.jpg?i=237575888]

Vor dem Treffpunkt fielen sich beide Frauen in die Arme.

[Bild: 0051-llud.jpg?i=293451411]

„So, jetzt genießen wir die Massage und danach müssen wir mal reden“, empfing Kathy ihre Freundin.

Madleen schluckte. Sie konnte sich schon denken, worüber Kathy mit ihr reden wollte und dummerweise hatte
Madleen noch keine glaubhafte Erklärung gefunden.

Gegen Mittag verließen die Freundinnen entspannt und gelöst das Wellnesscenter. Im Bistro nahmen sie auf der
Terrasse Platz und sofort ruhte Kathys prüfender Blick auf Madleen.

[Bild: 0052-llud.jpg?i=1660780513]

Madleens Herz pochte. Sie wollte auf gar keinen Fall ihre schwangere Freundin mit ihren Problemen belasten.

„Wie geht es dir, Maddy?“

Madleen überspielte ihr emotionales Tief, das sie sowieso nur hatte, wenn sie allein war. „Mir geht’s super, und
dir? Wie geht’s dir und deinem Baby?“

„Maddy, wenn du irgendwelche Probleme hast, dann würdest du mir doch davon erzählen, oder?“

[Bild: 0053-llud.jpg?i=1361859122]

„Ja, sicher. Du bist doch mein Ein und Alles. Ich vertraue dir blind, das weißt du doch. Aber weißt du, was der
Hammer ist? Gerry hat mich heute Morgen angerufen.“ Madleen strahlte. „Er kommt in drei Tagen nach Hause
und kann für zwei Tage bleiben. Ist das nicht großartig?“

„Das ist toll“, erwiderte Kathy, obwohl sie sich noch nie gut mit dem Rockstar verstanden hatte. Auch ihr Mann
Ben konnte Gerry nie sonderlich ausstehen. „Aber warum erzählst du mir nichts von deinen Problemen?“, hakte
Kathy noch mal nach und ließ sich nicht vom Thema abbringen.

[Bild: 0054-llud.jpg?i=477960397]

„Weil ich keine Probleme habe. Mach dir bitte keine Sorgen um mich, mir geht es prima. Gerry kommt bald,
alles ist
super. Ich freue mich total darüber.“

Kathy versuchte in Madleens Seele zu schauen, aber sie fand keinen Zugang. Sie wusste genau, dass ihre
Freundin
nicht die Wahrheit sagte, aber sie konnte die schlecht aus ihrer Freundin rausschütteln. Madleen
wich ihren messerscharfen Blicken aus.

[Bild: 0055-llud.jpg?i=1403735004]

„Schatz, du machst mir etwas vor. Ich spüre das! Ich kann dich nicht zwingen, dass du dich mir anvertraust, aber
ich wünsche es mir. Ich wünsche es mir sogar sehnlichst. Denn wenn du mich im Dunkeln lässt, dann bin ich völlig
machtlos und kann dir nicht helfen. Ich möchte nur, dass du glücklich bist, verstehst du? So glücklich wie ich. Und
du sollst wissen, egal was ist, ich bin immer für dich da.“

Diese lieben Sätze erreichten Madleen und trafen sie inmitten ihres Herzens. Sie atmete schwer auf und sah ihre
Freundin mit glasigen Augen an.

[Bild: 0056-llud.jpg?i=1437722401]

Sollte sie sich etwa doch ihrer Freundin anvertrauen? Madleen kam ins Schwanken.

Textlänge: 974 Wörter

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~ ~ ~ Teil 5 ~ ~ ~


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#7
[Bild: label_llud-05.png?i=1895575331]

ZURÜCK ~ ~ ~ Teil 5 ~ ~ ~ VOR

Madleen atmete noch einmal tief durch und entschied sich nur widerwillig dazu ihrer Freundin reinen Wein
einzuschenken.

[Bild: 0057-llud.jpg?i=2116588864]

„Okay, du hast recht, Kathy. Du hast wie immer recht. Mir geht es in letzter Zeit wirklich nicht gut. Ich weiß nicht,
woher die Depressionen auf einmal herkommen. Sie sind auch nur da, wenn ich allein bin und momentan bin ich
halt viel allein. Gerry ist ständig unterwegs und das wird sich auch nicht so schnell ändern. Ich hoffe, ich gewöhne
mich an dieses olle Rockstar‐Leben. Momentan fällt es mir aber noch sehr schwer. Vielleicht ist es auch nur eine
kurze Phase.“ Madleen seufzte in sich hinein.

[Bild: 0058-llud.jpg?i=961262853]

„Das hoffe ich auch. Aber bevor du noch einmal nachts auf den Friedhof gehst, dann ruf mich lieber vorher an.
Ich
bin doch immer für dich da, aber es gibt mir ein ungutes Gefühl, wenn du dort allein bist.“

Madleen nickte betrübt und Kathy wollte nicht länger in eine klaffende Wunde herumbohren, darum lenkte sie
das
Thema auf etwas Erfreuliches.

„Hey und nun erzähl genau. Gerry kommt? Das ist toll. Wollen wir zusammen eine Grillparty veranstalten? Nur
wir
vier – so wie früher?“

[Bild: 0059-llud.jpg?i=1451173673]

Total begeistert von Kathys Idee, führte Madleen ihren Gedankengang euphorisch fort. „Au ja! Und ich richte euch
das Gästezimmer her, damit du dich zurückziehen kannst, wenn dir deine Schwangerschaft die Grenzen aufzeigt.“

Kathy lachte. „Sehr lieb von dir! Hoffentlich schaffen wir die Party noch vor der Geburt des Babys. Aber bestimmt
schaffen wir das. Ich bringe uns etwas Leckeres zu essen mit.“

[Bild: 0060-llud.jpg?i=957048550]

„Von wegen“, protestierte Madleen. „Kommt gar nicht in Frage. Du bist schwanger und du bist mein Gast. Ich
zaubere uns etwas zu essen und du legst deine Füße hoch.“ Madleen zwinkerte Kathy zu und grinste sie breit
an.

„Okay – okay, ich lass mich von dir umsorgen.“ Auch Kathy grinste erleichtert.

Der gemeinsame Freundinnentag verging mal wieder viel zu schnell. Sie verabschiedeten sich herzlich voneinander
und drückten sich noch einmal.

[Bild: 0061-llud.jpg?i=707011776]

Aber für Madleen waren die kommenden einsamen Stunden nun nicht mehr ganz so schlimm. Sie hatte etwas,
worauf sie sich konzentrieren konnte. Sie hatte eine Aufgabe, nämlich die Vorbereitungen für den Grillabend zu
treffen.

Die kommenden Tage verliefen ruhig. Die Frauen trafen sich wie immer, Kathys Babybauch wuchs mit jedem Tag
und Madleen trainierte weiterhin ihren perfekten Körper. Sie wollte für ihren Gerry makellos aussehen. An ihrem
Körper durfte nicht ein Gramm Fett zu viel sein.

[Bild: 0062-llud.jpg?i=415000287]

Auch Madleens Depressionen waren unter Kontrolle. Sie hatte ein Ziel vor Augen und mit jedem Tag kam sie
diesem näher.

Ein Tag, bevor Gerry kommen sollte, klingelte es an der Haustür. Madleen war im Schlabberlook, weil sie das
Gästezimmer für Kathy hergerichtet hatte, alle Betten neu bezogen und ein paar Salate zubereitet hatte.

Verwundert öffnete sie die Tür.

[Bild: 0063-llud.jpg?i=1850567290]

Ein geknickter Gunther stand vor ihrer Tür.

„Hey Gunther, was für eine Überraschung. Ich hab gar nicht mit dir gerechnet.“

„Darf ich reinkommen?“, fragte er leise.

„Ja, sicher.“ Madleen machte ihm den Weg frei, während sich Gunther schweigsam an ihr vorbei schob und tief
in
ihre Augen blickte.

[Bild: 0064-llud.jpg?i=1373207882]

Madleen schaute ihm verwirrt nach. „Möchtest du etwas trinken?“

Gunther ließ sich auf das Sofa fallen und nickte. „Bitte etwas mit Umdrehungen.“

„Weißwein?“

„Gute Idee.“

Madleen bereitete an der Bar Gläser mit Weißwein zu.

[Bild: 0065-llud.jpg?i=1348509700]

Zwischendurch beobachtete sie Gunther. Er sah blass und sehr nachdenklich aus. Was er wohl hatte?

Sie nahm zwei Gläser und setzte sich zu ihm. „Na, was hast du auf dem Herzen? Job oder Familie?“

Gunther nahm das Glas, stieß einen lauten Atemzug aus und nahm einen großen Schluck vom Wein. Danach
stellte
er das Glas auf den Boden und sah Madleen wieder durchdringend an.

[Bild: 0066-llud.jpg?i=1948929585]

„Ich weiß nicht, was los ist. Meine Ehe funktioniert nicht mehr so wie früher. Cornelia zickt den ganzen Tag
herum,
mein Sohn kommt in die Pubertät und ich … ach, keine Ahnung. Vielleicht stecke ich in einer Midlife‐Crisis?
Auf
jeden Fall kommen mir solche Fragen, wie, war es das schon? Mehr kann ich vom Leben nicht erwarten?“

Madleen hob irritiert ihre Augenbrauen und blickte fragend auf ihn.

[Bild: 0067-llud.jpg?i=755155266]

„Vielleicht hab ich auch nur viel zu früh geheiratet. Vielleicht wurde ich auch nur viel zu früh Vater. Aber ich
merke,
dass mein Leben unausgefüllt ist. Mir fehlt etwas.“

„Gunther, du willst dich doch nicht scheiden lassen, oder?“ Madleens Herz pochte, denn Scheidung wäre für sie
niemals in Frage gekommen. „Und dein Sohn? Hast du auch an ihn gedacht?“ Ausversehen hatte sich Madleen
im Tonfall vergriffen und Gunther fiel seufzend in sich zusammen.

[Bild: 0068-llud.jpg?i=1866383731]

„Madleen, so weit habe ich noch nicht nachgedacht. Scheidung vielleicht nicht gerade, aber etwas Abstand wäre
eventuell nicht schlecht. Wie machst du das eigentlich? Du bist wochenlang allein, du bist jung, sexy und total
hübsch. Schreit dein Körper nicht auch manchmal nach Liebe und Zärtlichkeit? Wirst du nicht auch manchmal
nachts hungrig wach und möchtest dich in starke Arme kuscheln? Dich deinem Liebsten hingeben?“

Sprachlos irrte Madleens Blick durch den Raum.

[Bild: 0069-llud.jpg?i=1725574801]

Natürlich hatte Gunther genau den Punkt getroffen und ihr Verlangen offengelegt. Natürlich sehnte sie sich
nächtelang danach, aber Gerry war leider die meiste Zeit nicht da.

„Weißt du, Gunther. Ich glaube, man muss Prioritäten setzen. Klar, ich bin viel allein und ich wünschte, es wäre
nicht so. Aber ich liebe Gerry über alles. So sehr, dass ich diesen Zustand aushalten kann … muss … irgendwie.“

Er legte seinen Arm um sie und zog sie an sich heran. Madleen ließ sich melancholisch in seine Arme fallen. Ja,
auch sie spürte eine schmerzhafte Leere in sich.

[Bild: 0070-llud.jpg?i=483363828]

Aber diese Leere sollte nicht mehr lange anhalten. Nur noch diese Nacht musste sie überstehen, dann könnte sie
endlich ihren Gerry wieder in die Arme schließen. Nur noch diese einzige Nacht …

Textlänge: 941 Wörter

[Bild: teil-005-llud.jpg?i=1774286345]

~ ~ ~ Teil 6 ~ ~ ~


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#8
[Bild: label_llud-06.png?i=430810993]

ZURÜCK ~ ~ ~ Teil 6 ~ ~ ~ VOR

Nachdem sich Gunther wieder auf den Weg nach Hause gemacht hatte, legte sich Madleen leicht angetrunken,
und
völlig verwirrt von dem Gespräch ins Bett.

[Bild: 0071-llud.jpg?i=1369523108]

Gunther hatte ihre Sehnsüchte verschlimmert, aber Madleen hielt sich mit den liebevollen Gedanken an ihren
Mann
tapfer über Wasser und schlief schnell ein.

Das Geräusch eines Schlüssels im Türschloss ließ sie aus dem Schlaf hochschrecken.

[Bild: 0072-llud.jpg?i=193504866]

Panisch schaute sie sich um. Draußen ging gerade die Sonne auf. GERRY!!! Bestimmt ist es Gerry. Wer denn
sonst?!
Nur Gerry hat einen Haustürschlüssel.

Sie sprang mit einem Satz aus dem Bett und stolperte die Treppe hinab. Noch bevor Gerry einen Fuß über die
Schwelle treten konnte, stand sie kreischend vor ihm.

Er ließ alle Taschen fallen und riss sie stürmisch an sich.

[Bild: 0073-llud.jpg?i=42052612]

Die Begrüßung war unglaublich herzlich und liebevoll, aber auch hungrig und gierig. Madleen war sich sicher, so
viel Gefühl konnte man sich nicht entgegen bringen, wenn man noch Affären pflegen würde. Und selbst wenn, ihr
war es in diesem Augenblick total egal. Sie schmolz in seinen Armen und küsste ihn voller Hingabe.

[Bild: 0074-llud.jpg?i=2032928626]

Er ließ einen Moment von ihr ab und musterte sie von oben bis unten. „Wow, siehst du geil aus“, stieß
er frech
aus. „Maddy, dieser Körper bringt mich noch um.“

Er hob sie lüstern hoch und blickte gierig auf sie, anschließend machte er sich mit ihr auf den Weg ins
Schlaf
zimmer.

[Bild: 0075-llud.jpg?i=1947495129]

Schließlich hatte das Ehepaar einige Wochen nachzuholen, was sie dann auch taten. Er warf sie aufs Bett und
sprang hinterher.

[Bild: 0076-llud.jpg?i=175303994]

„Ich liebe dich“, hauchte sie ihm zu und pellte ihn langsam aus seinen Klamotten, bis er nur noch in Shorts über
ihr kniete. Er küsste sie weiterhin wild und gierig am ganzen Körper, bis sich ihre Lippen wieder trafen.

[Bild: 0077-llud.jpg?i=104391003]

„Ich habe dich unendlich vermisst“, flüsterte sie keuchend.

Er warf sich auf den Rücken und schob sie auf sein Becken. Rhythmisch bewegte er sich langsam unter ihr und
flüsterte ihr ebenfalls zu. „Ich habe dich auch sehr vermisst.“

Das junge Ehepaar gab sich dem Liebesrausch voll hin und genossen die intensiven Momente.

[Bild: 0078-llud.jpg?i=706779969]

Nachdem sie sich stundenlang ausgiebig miteinander beschäftigt hatten, durch ihre Körper wieder normale
Ströme
flossen, sagte Gerry: „Ich muss gleich noch eine Autogrammstunde geben. So etwa um 15.00 Uhr.
Aber
danach bin
ich dann wieder voll und ganz bei dir.“

[Bild: 0079-llud.jpg?i=406705419]

Zwar hätte es Madleen besser gefallen, wenn ihr Mann die zwei freien Tage voll und ganz bei ihr wäre, aber sie
äußerte es nicht. Sie hätte am liebsten noch stundenlang so an ihn geschmiegt dagesessen. „Ja, dann musst du
wohl zu deinen Pflichten eilen. Heute Abend, gegen 18.00 Uhr kommen Ben und Kathy zur Grillparty. Es wäre
schön, wenn du dann pünktlich wieder hier wärst.“

„Klar doch, meine kleine Hexe. Ich beeile mich. Und hey, der Sex mit dir war wie immer himmlisch.“ Er grinste,
dann stand er auf und zog sich an.

„Kathy ist schwanger und bekommt bald ihr Baby.“

Entgeistert starrte Gerry auf Madleen.

[Bild: 0080-llud.jpg?i=2105826179]

„Na, wer‘s braucht. Sich so früh das Leben zu versauen – jedem das Seine“, sagte er abfällig.

„Hey, wieso denn versauen? Ein Baby versaut doch nicht gleich das Leben. Kathy wünscht sich das Baby und
Ben
auch. Sie sind verheiratet, glücklich und Ben hat einen guten Job. Warum denn nicht?“

[Bild: 0081-llud.jpg?i=48574292]

„Madleen, ein Baby fesselt dich. Das muss doch nicht jetzt schon sein. Na, mir soll’s egal sein. Ich muss jetzt los,
Süße. Zieh dir für nachher was Heißes an.“ Er gab ihr einen dicken Kuss und verschwand.

Der hitzköpfige und eigensinnige Rockstar kam tatsächlich nur seinen Verpflichtungen nach. Pünktlich um 15.00
Uhr verteilte er Autogrammkarten und rührte kräftig die Werbetrommel für seine neue Tour.

[Bild: 0082-llud.jpg?i=102101436]

Auch in Sunset Valley war Gerry bekannt und überaus beliebt, sogar bei den älteren Ladies.

„Hey, wo touren Sie denn gerade genau?“, fragte ein neugieriger Fan, während eine blonde Frau ihn mit ihren
Blicken fast auffraß.

[Bild: 0083-llud.jpg?i=1536002042]

„Wir sind gerade auf der ganzen Welt unterwegs. Jeden Tag woanders, gnädige Frau.“

Die ältere Frau nahm ihre Autogrammkarte und verabschiedete sich wieder. Die Blondine starrte ihn allerdings
weiterhin an.

Er signierte ihr eine Autogrammkarte und hielt sie ihr entgegen.

„Hmm, würde ich stattdessen von Ihnen einen Kuss bekommen?“, fragte der Groupie ungeniert.

[Bild: 0084-llud.jpg?i=715771034]

Mit solchen Fans kannte sich Gerry bestens aus. Er zog sie an sich heran und grinste sie breit an. Dann schlang
er
seine Arme um sie und knutschte sie hemmungslos in aller Öffentlichkeit.

[Bild: 0085-llud.jpg?i=1118879839]

Madleen war daheim in heller Aufruhr. Alles sollte perfekt sein. Sie bereitete die letzten Salate zu und stellte
alles
draußen im Garten bereit.

Anschließend steckte sie ihren schönen Körper in aufreizende Kleider, stellte die Musik an und wartete aufgeregt
auf ihre Gäste. Sie war besonders auf Kathys Babybauch gespannt.

Sie verkürzte sich die Wartezeit mit einem Glas Weißwein und zählte die Minuten.

[Bild: 0086-llud.jpg?i=565747645]

Endlich klingelte es an der Haustür. Das konnten nur Kathy und Ben sein.

Eilig stürzte Madleen zur Tür und quietschte vor Freude. „Hey, ihr zwei. Da seid ihr ja schon.“

[Bild: 0087-llud.jpg?i=766247711]

Kathy und Ben sahen etwas angespannt aus, aber ihre Gesichter lockerten sich schnell wieder, als sie Madleens
verblüfftes Gesicht sahen.

„Boah, Kathy. Das Baby ist vielleicht gewachsen.“ Madleen bekam kaum ihren Mund zu. Total fasziniert von
Kathys Bauchumfang legte sie ihre Hand darauf.

[Bild: 0088-llud.jpg?i=125340554]

Kathy lächelte und streckte ihrer Freundin den Babybauch entgegen. „Ich bin froh, wenn ich bald meinen Körper
wieder für mich habe.“ Ein leises Aufstöhnen konnte sich die werdende Mutter nicht verkneifen.

„Das glaube ich dir. Wollt ihr etwas trinken?“, fragte Madleen schließlich.

„Nein, danke. Für mich noch nicht.“ Auch Ben schüttelte seicht seinen Kopf und bedankte sich.

„Wo ist denn Gerry?“, fragte Kathy und gab sich die größte Mühe, dass Madleen den Unterton in ihrer Stimme
nicht wahrnahm.

[Bild: 0089-llud.jpg?i=688314254]

„Der müsste auch jeden Moment kommen“, erwiderte Madleen, obwohl sie sich nicht 100% sicher war, ob
Gerry
wirklich pünktlich kommen würde.

Textlänge: 962 Wörter

[Bild: teil-006-llud.jpg?i=887540319]

~ ~ ~ Teil 7 ~ ~ ~


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#9
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ZURÜCK ~ ~ ~ Teil 7 ~ ~ ~ VOR

Kathy und Ben nahmen Platz. Sie unterhielten sich darüber, dass Kathy versuchen wollte mit Gerry zu reden,
während Madleen nichts ahnend noch in der Küche herumwirbelte, um ein perfektes Essen für einen perfekten
Abend herzurichten.

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Plötzlich sprang die Tür auf und Gerry kam hereinspaziert. Er warf dem Besuch einen kurzen Blick hinüber,
grüßte karg und ging zu Madleen hinter die Theke.

Er gab ihr einen Klaps auf den Hintern, während seine Augen gierig über den durchtrainierten Körper wanderten.
Madleen war überglücklich, dass ihr Mann pünktlich nach Hause gekommen war, und sprang ihm um den Hals.
Es folgten wilde Küsse, die Ben und Kathy argwöhnisch wahrnahmen, aber desinteressiert wegsahen.

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Dann nickte Kathy ihrem Mann zu, stand auf und ging zu dem wild knutschenden Paar. „Darf ich dir kurz deinen
Mann entführen?“, fragte Kathy ihre Freundin und zwinkerte ihr zu. „Ich lass dir dafür meinen da, der greift dir
gerne beim Grill unter die Arme.“

Madleen lächelte und nickte. „Ja, wir sollten vielleicht schon mal das Fleisch auflegen. Habt ihr denn schon
Hunger?“


Ben stand auf und kam auch an die Küchenzeile. „Ja und wie. Wobei kann ich dir helfen, Verehrteste?“

Gerry hob irritiert eine Augenbraue und wunderte sich, worüber Kathy mit ihm reden wollte.

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Madleen hingegen vertraute ihrer Freundin blind. Sie verließ sich darauf, dass Kathy ihr sowieso alles erzählen
würde.


Kathy gab Gerry mit dem Kopf einen Wink, dass sie oben mit ihm sprechen wollte. Sie ging voran und er folgte
ihr,
während sich Ben und Madleen weiter um das Essen kümmerten.

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Kathy hatte lange überlegt, ob sie dem eigensinnigen Rockstar überhaupt etwas von ihren Sorgen um Madleen
erzählen sollte, aber die Angst um ihre Freundin überwog, als die Antipathie, die sie Gerry gegenüber hegte.
Aber
wenn jemand Einfluss auf Madleen nehmen konnte, dann war es nun einmal Gerry.

Emotionslos blickte er auf die Hochschwangere. „Was gibt’s?“

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Kathy weihte besorgt Gerry über die Geschehnisse der letzten Tage ein. Dass Ben seine Frau nachts auf dem
Friedhof vorgefunden hatte und darüber, dass Madleen hin und wieder gern Alkohol trank.

Kathy hätte sich denken können, dass Gerry von den Problemen seiner Frau nichts wissen wollte. Aber sie gab
nicht auf und konfrontierte den Hitzkopf immer wieder mit den Problemen.

Nach einiger Zeit reagierte Gerry darauf wütend und brüllte sie an.

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„Was willst du jetzt von mir hören, Kathy – was? Soll ich meine Karriere an den Nagel hängen und daheim
Madleen das Händchen halten? Ich bin kein alter Daddy, der darauf jetzt schon Bock hätte. Maddy trinkt
gerne mal
ein
Gläschen. Na und? Was soll das jetzt?“

Unten lief die Musik, Madleen konnte zwar nicht den genauen Wortlaut verstehen, aber sie hörte wohl, dass
Gerry
mal wieder in Rage geriet. Als sie zu den Beiden hochgehen wollte, hielt Ben sie auf.

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„Maddy, komm – lass die Beiden. Wir kümmern uns weiter um das Essen.“ Freundlich lächelte er sie an, aber
innerlich kochte er vor Wut.

„Wieso? Was ist da los? Warum ist Gerry so aufgebracht?“ Madleen machte sich große Sorgen und hatte Angst,
dass dadurch der schöne Abend ins Wasser fiel.

„Keine Sorge, du kennst deinen Mann und du kennst deine Freundin.“ Er zwang sich ein weiteres Mal zu lächeln.

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„Okay, vielleicht solltest du mal nachsehen. Ich werde mich jetzt um das Fleisch kümmern.“ Betrübt ging
Madleen hinaus und legte das Fleisch auf den Grill.

Derweil versuchte Kathy diplomatisch zu bleiben. Gerry war in ihren Augen schon immer ein ‚wahrer Egoist‘,
aber
Madleen liebte ihn, dagegen war sie machtlos. Aber sie wollte auf gar keinen Fall Madleen den Abend
verderben, auf den sie sich so wahnsinnig gefreut hatte und sich die größte Mühe mit dem Essen gab.

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Ben platze in das Streitgespräch und fuhr Gerry wütend an. „Pass auf, wie du mit meiner Frau sprichst. Hast du
keine Augen im Kopf? Sie ist hochschwanger.“

„Ja und? Ist das meine Schuld? Müsst ihr besser verhüten.“ Gerry hatte Ben noch nie ernst genommen. Eigentlich
gab es niemand, den Gerry wirklich ernst nahm. Seit seiner Karriere hatte Gerry einen unangenehmen Charakter-
wandel vollzogen.

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So hatte Kathy sich den Abend ganz sicher nicht vorgestellt. Auf gar keinen Fall wollte sie, dass jetzt ein
riesengroßer Streit entfachte. Vorallem wollte sie bloß nicht, dass sich die Männer auch noch an die Kehle
gingen und es womöglich zu einer Schlägerei kam.

„Was ist? Nur weil du ein verkackter Bulle bist, denkst du, ich bekomme das große Zittern? Lächerlich!“,
provozierte Gerry munter weiter.

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Ben kochte, aber er war viel zu anständig, als dass er sich auf diese Ebene herabgelassen hätte.

Derweil stand Madleen ganz allein im Garten, grillte das Fleisch und weinte still in sich hinein. Auch sie hatte
große Angst, dass der Abend im Desaster endete. Sie hatte ja keine Vorstellung von dem, was sich gerade in
der ersten Etage abspielte.

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Und sie wollte es lieber auch nicht wissen.

Kathy gab ihrem Mann ein Augenzeichen, das er lieber wieder hinunter, zu Madleen gehen sollte. Ben blickte
sorgenvoll auf Kathy, aber sie sah ganz entspannt aus.

Sie hatte keine Angst vor Gerry und sie hoffte, dass sie ihn irgendwie wieder beruhigen konnte.

Textlänge: 847 Wörter

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~ ~ ~ Teil 8 ~ ~ ~


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#10
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ZURÜCK ~ ~ ~ Teil 8 ~ ~ ~ VOR

Ben kam Kathys Wunsch nach, ging hinunter zu Madleen und tröstete sie.

Kathy sprach derweilen mit Engelszungen auf den aufgebrachten Hitzkopf ein. „Gerry bitte! Madleen ist meine
beste Freundin und ich mache mir wirklich Sorgen um sie. Nachts treibt sie sich ganz allein auf dem Friedhof
herum und für meinen Geschmack trinkt sie viel zu viel Alkohol. Bitte, ich bitte dich sehnlichst, achte auf Maddy.“

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Gerry atmete laut ein und schwieg.

„Bitte Gerry! Du sollst sie nicht auf die Geschehnisse ansprechen, das könnte sie falsch verstehen, aber achte
auf sie.“

„Kathy, meinst du nicht auch, Madleen hätte mir von ihren Problemen etwas erzählt, wenn da welche wären?“

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„Findest du nicht, dass sie sich eigenartig verhält? Als Maddy erfuhr, dass ich schwanger bin, brach sie in Tränen
aus, weil sie Angst hatte, dass ich nicht mehr für sie da sein könnte. Maddy hasst es, allein zu sein.“

„Was soll ich denn deiner Meinung nach tun? Übermorgen geht meine Tour weiter. Ich kann die nicht abbrechen.“

Kathy grübelte und sie hatte sich auch schon ein paar Gedanken darüber gemacht. Sie wusste nur nicht, wie er
darauf reagieren würde.

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„Ich bin mir nicht sicher, Gerry. Ich habe lange gegrübelt, aber vielleicht wäre die Idee gar nicht so verkehrt,
wenn
ihr auch so langsam mit der Familienplanung beginnen würdet. Sie hätte wieder eine Aufgabe, wäre nicht
mehr
alleine und vor allem, sie hätte immer ein Stück von dir bei sich. Sie liebt dich doch so.“

Gerry entglitten alle Gesichtszüge. Wut stieg in ihm auf.

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„Sag mal, drehst du jetzt vollkommen ab? Ich habe nicht mal Zeit für Madleen, geschweige denn für ein Kind.
Soll
das Kind ohne Vater aufwachsen? Ist das dein Sinn von Familienleben?“

Kathy versuchte für Gerry beruhigende Worte zu finden, denn ihre Idee war definitiv kein guter Gedanke.
Dennoch
funkelten ihre Augen ihn an, weil sie gar nicht anders konnte.

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„Hey, ich habe ja nicht gesagt, dass du Maddy sofort ein Baby machen musst. Das war nur so ein Gedanke von
mir, um ihr aus der momentanen Krise heraus zu helfen. Ob du das letztendlich machst, ist natürlich deine Sache.
Ganz allein deine Sache, Gerry.“

„Kathy, halt dich aus meiner Ehe heraus. Das ist ein gut gemeinter Tipp von mir. Maddy ist kein Kleinkind mehr.
Entweder sie kommt mit meiner Karriere klar, oder sie lässt es ganz sein.“

[Bild: 0107-llud.jpg?i=753341531]

„Schade, dass man mit dir nicht reden kann“, zischte sie verärgert. Plötzlich fasste sie sich an den Bauch. „Oh,
es
hat mich getreten.“Kathy lächelte überglücklich. Sie nahm spontan seine Hand und legte sie an die Stelle, an
der
man die Bewegungen fühlen konnte. Einerseits hoffte sie, dass sie Gerry damit irgendwie erreichen konnte,
auf
der anderen Seite war sie von den heftigen Kindsbewegungen überwältigt.

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„Ja, man merkt echt was“, sagte Gerry ziemlich emotionslos, auch wenn er seine Hand auf Kathys Bauch ruhen
ließ. „Aber Kinder sind nicht so meins. Trotzdem wünsch ich euch alles Gute.“

„Na gut, lass uns zu den anderen runtergehen und Party machen. Maddy hat sich so gefreut und sich so viel
Mühe
gegeben. Meinst du, wir können den kleinen Zwischenfall ad acta legen?“

Gerry grinste breit und verschränkte seine Arme. „Klar können wir das! Party ist immer gut.“

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Manchmal hatte Gerry so viel Einfühlungsvermögen, wie eine Stechmücke, aber Kathy ließ es nun auf sich
beruhen. Sie wollte jetzt nur nocheinen schönen Abend verbringen.

Beide gingen hinunter, während Gerry die Musik im Haus laut aufdrehte, stellte sich Ben schützend hinter seine
schwangere und tapfere Ehefrau. Madleen stand mit dem Teller Steaks in der Hand daneben und alle Blicke
ruhten
gespannt, teilweise ängstlich auf Gerry, als dieser den Garten betrat.

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Gerry konnte sich einen angewiderten Gesichtsausdruck nicht verkneifen. „Ach, wie entzückend“, entglitt es ihm.

„Essen ist fertig“, sagte Madleen und lächelte gequält. „Wollen wir essen, sonst werden die Steaks kalt.“
Anschließend stellte sie den Teller auf den Tisch ab und setzte sich.

Während des Essens entspannte sich die gereizte Stimmung ein wenig.

[Bild: 0111-llud.jpg?i=1925695617]

Gerry erzählte von seiner Tournee, Ben von seinen Plänen und Kathy von dem Baby. Nur Madleen hatte nicht
viel
zu erzählen und schwieg die ganze Zeit über. Irgendwann stand Ben auf, hielt Madleen die Hand hin und
sagte:
„Darf ich bitten?“ Er lächelte Madleen an und man sah sofort, er würde ein Nein nicht gelten lassen.

Madleen gab ihm seine Hand und lächelte auch. „Sehr gern sogar“, sagte sie und stand bereitwillig auf.

Während Ben und Madleen tanzten, fragte Kathy: „Oh Gerry, würdest du uns etwas auf deiner Gitarre vorspielen?“

[Bild: 0112-llud.jpg?i=2132493003]

Gerry nickte und holte seine Gitarre. Ben und Madleen tanzten nach Gerrys schönen Melodien weiter und Kathy
stellte sich vor dem Rockstar und war von seinem Können fasziniert.

Sie mochte Gerry nie, aber sie liebte es, seinem Gitarrenspiel zu lauschen. Wenn er eines beherrschte, dann war
es die Gitarre. Nicht grundlos hatte er so viele Fans, die ihm zu Füßen lagen.

[Bild: 0113-llud.jpg?i=489636234]

Mit der Gitarre in den Händen wirkte Gerry auf Kathy sehr gefühlvoll, verletzlich, zärtlich und in sich gekehrt. Ja,
Gerry schien dann mit seinen Gedanken weit weg zu sein, irgendwo … weit ab dieser Welt und sie hätte gerne
gewusst, wo Gerry dann war.

Die Pärchen kannten sich seit der Schulzeit, hatten zusammen den Abschluss gefeiert und früh geheiratet. Damals
hatte für das jeweilige Paar festgestanden, dass sie bis zum Lebensende zusammengehörten.

[Bild: 0114-llud.jpg?i=1993989126]

Madleen hatte sich in den Hitzkopf seit der achten Klasse unsterblich verliebt. Lange hatte sie um seine
Auf
merksamkeit gekämpft und sein eigenwilliges Verhalten schien sie erst recht gereizt zu haben. Denn
eigen
willig war Gerry schon immer gewesen, aber das Verhalten hatte sich nach seinem Ruhm verstärkt.

Aber dann … Gerry stellte erschrocken seine Gitarre weg. Ben und Madleen beendeten den gemeinsamen
Tanz,
dann starrten sechs weit geöffnete Augen auf Kathy, die sich hechelnd ihren krampfenden Bauch hielt.

[Bild: 0115-llud.jpg?i=1840234893]

Die Wehen setzten ein. Mit schmerzverzerrter Miene sah sie zu ihrem Mann hinüber, der gerade dabei war, zu
ihr
zu gehen, um sie zu unterstützen.

Textlänge: 986 Wörter

[Bild: teil-008-llud.jpg?i=1937997352]

~ ~ ~ Teil 9 ~ ~ ~


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