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Normale Version: RPS - Role Player Sims
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Nach langem herumdiskutieren ist es jetzt endlich so weit.
Der indirekte Nachfolger von "Weltreise" (dem Spiel von Divad und Red-Eye): Role Player Sims.

Vorne Weg: Ich hab mir gedacht (und Divad hat es auch mehrmals erwähnt), dass, wenn das ganze gut wird und alle die mitmachen einverstanden sind, wir daraus auch ein Buch machen können Glücklich
Es wäre toll, wenn das was wir hier zusammen sozusagen erschaffen, die Qualität hätte, dass daraus ein Buch werden kann.

Dieses Spiel erfordert, in der Interessensgemeinschaft "Die Weltreisenden" zu sein. Wenn ihr euch anmeldet, schalte ich euch frei Glücklich
Dort sollten dann auch eventuelle Fragen zum Spiel gestellt werden, sowie Probleme oder Ideen ausdikutiert.
Bei Kleinigkeiten kann dies direkt im Post hier geschehen (Kursiv geschrieben, um es vom Rest zu trennen) aber wenn es etwas größeres ist, bitte sofort in die Interessensgemeinschaft wechseln.

Wie zuvor, geht es darum, dass man sich bis zu fünf Charaktere bastelt, die man dann durch die Welt führt.

Nebencharaktere und Umweltphänomene werden diesmal von Spielleitern gesteuert. - Spielleiter selbst dürfen bis zu drei Charaktere haben. Sie haben ohnehin genug mit den anderen Sachen zu tun.

Allerdings spielt es diesmal nicht in der uns bekannten Welt.
Unsere Handlung spielt anfangs im Königreich Steamos auf dem Planeten Simulat (Betonung auf erster Silbe, wenn die Namen nicht gut sind, können wir sie nachträglich ändern Glücklich)

Das ganze soll in einem Umfeld spielen, das dem von sowohl Fantasy alsauch Steampunk entspricht:

Die größte Energiequelle ist Dampf. Es gibt zwar Strom, aber der hat in dieser Welt nie den Nutzen erreicht, den er bei uns hätte.
"Moderne" Materialien, die man überall findet, sind poliertes Holz und Messing. Gerätschaften haben oft recht große, gut sichtbare Zahnräder und, natürlich, Dampfmotoren. (zB http://upload.wikimedia.org/wikipedia/co...eamtop.jpg oder http://upload.wikimedia.org/wikipedia/co..._wiki2.jpg)


Zudem gibt es Magie.
Magie benötigt sowohl Talent alsauch eine passende Ausbildung. Sie rührt von den Elementen und ihre Anwendung ist recht anstrengend.

Die Quelle der Magie ist ein kleiner, länglicher Kristall, der seine Farbe nach Gemütszustand des Besitzers wechselt...
Ob ihr wohl eine Vorstellung dazu habt? Hmmm...

Jedes Lebewesen wird mit solch einem Kristall geboren. Das heißt nicht, dass jedes Lebewesen Magie anwenden kann. Eben nur manche dieser Kristalle bringen die Gabe mit sich, Elemente beeinflussen zu können.

Wer es schafft, den Kristall eines anderen in die Finger zu bekommen, und sich einwenig auskennt, der hat bis zu einem gewissen Grad Macht über den anderen. Folglich hütet man seinen Kristall so gut wie seinen Augapfel.

Wie gesagt, Magie ist Elementar:

Wasser schlägt Feuer, Feuer schlägt Luft, Luft schlägt Erde und Erde schlägt Wasser. - Die Elemente spiegeln sich direkt im Charakter wieder.
Ist jemand also Magisch begabt und hat eine feuriges Temperament, dann ist ganz klar, seine Hauptmagie wird wohl Feuer sein.
- Es ist möglich, Magie verschiedener Elemente zu kombinieren, um zusätzliche Kräfte auszulösen, doch fällt es einem Feuerbegabten äußerst schwer, Wassermagie zu erlernen.

Auch Technologie und Magie ist vereinbar:
Man kann Maschinen durch Elementare Mächte verstärken, beschleunigen, genauer oder robuster machen.

Bitte bedenkt eure Jobs und Fähigkeiten gut. Was ihr arbeitet ändert eure Möglichkeiten. Ein einfacher Schuhmacher wird wohl kaum einen magisch verstärkten Roboter bauen.
Ein Mechaniker allein übrigens auch nicht.

Es folgt eine Liste von Beispielcharakteren. Diese können direkt genommen werden oder ihr erstellt einfach einen eigenen.
Wie zuvor ist im Prinzip alles möglich. Die Einschränkungen, die aus dem angegebenen Umfeld entstehen, betreffen nur ganz Wenige: Unmöglich wären jetzt beispielsweise Smarties Roboter, mein Steinzeitmensch oder der ohnehin nie vorgekommene Zeitreisende von Gorigal.

EDIT: Vergesst bitte nicht: Magie ist anstrengend. Man kann nicht einfach so, sagen wir, eine Stadt mit einem riesen Feuer abfackeln und weiter gehen als wäre nichts gewesen.
Magie kostet Kraft. Zu viel Magie auf einmal bringt einen um.
Außerdem ist Magie nicht alles. Mit einem guten Job kann man hier auch sehr viel bewirken.
Vergesst nicht, dass sehr viel auf Dampfkraft und Zahnradgetrieben basiert. Das macht solche Sachen wie Mechaniker, Ingenieur oder Uhrenmacher sehr fähig. Mit den richtigen Materialien und dem richtigen Werkzeug können die so ziehmlich alles herstellen.
(Auch das natürlich nicht sofort. Alles kostet Zeit Glücklich)

Das System sieht vielleicht kompliziert aus, aber das ist es nicht. Ihr müsst nur kurz überlegen: Was würde welches Element machen. Hunderte von Filmen, Büchern oder gar (Computer)spielen machen es vor. Was wird mit welchem Element assoziiert? Welche Charaktereigenschaften? Welche Fähigkeiten?


Wie sind Feuer, Flammen, Funken, Glut,...? In erster Linie mal heiß. Zudem meist schnell und hell. Feuer ist recht destruktiv, handelt schnell und ist (wer hätte es gedacht) hitzköpfig.

Feuer verbrennt anderes und lässt nur Asche oder weniger über. Funken sind tickende Zeitbomben. Fallen sie auf etwas leicht entzündliches, können sie ein Inferno auslösen.
Mit Feuer muss man insofern aufpassen, als dass es leicht außer Kontrolle gerät. Ist es erstmal entfacht, hört es erst auf, wenn nichts mehr da ist, das brennbar wäre, oder wenn es aktiv gelöscht wird.

Wie sind Luft, Wind, Sturm, Gewitter,...? Sehr schnell, mehr oder weniger unsichtbar (Was man beispielsweise bei einem Tornado sieht, ist Staub oder anderer Schmutz. Nicht die Luft selbst. Gewitterwolken sind, wie alle anderen Wolken, Felder mit höherer Dichte von winzigen Wassertröpfchen. Schwarz sind sie nur, weil sie so dick sind.

Luft ist besonders schnell und manchmal etwas... vorlaut, so zu sagen. Außerdem hat sie eine eigene Stimme. Wind redet viel (Das sind Metaphern^^ Aber so könnt ihr etwa herausfinden, was passt^^) - also ist Luft auch für Kommunikation über Fernstrecken gut.

Wie sind Wasser, Flüsse, Seen, Ozeane, Tropfen,...? Wasser hat eine höhere Trägheit als Luft, ist also langsamer als Luft und wohl auch Feuer. Sehr viele Wasserassoziationen sind heilsam. Also ist Wasser weitgehend ein Heilelement. Es gibt durchaus destruktive Formen wie eine Sintflut, extreme Regenschauer, Lawinen oder ziehmlich hartes Eis. Am Besten kann es aber heilen.


Wie sind Erde, Sand, Humus, Wüste, Stein, Ton,...? Aus Erde kann man Gegenstände formen. Zudem spendet Erde leben. Nicht ganz wie Heilung, aber in Form vom Boden, auf dem dann Essbares wächst. Erde kann sehr trocken oder sehr feucht sein, kann also unerbittlich wie eine Wüste oder fruchtbar wie ein Mischwald sein. Erde ist sehr langsam, aber wenn es mal etwas macht, dann richtig. (Erdbeben, Muren). Mit Sand kann man sehr schnell schleifen, somit ist Erde nicht nur in der Lage geformt zu werden, sondern auch selbst zu formen.


Mögliche magische Kombinationen wären zum Beispiel:

Wasserdampf (extrem heißer Dampf aus Wasser und Feuer), Schleifsand (starker, gerichteter Wind + feiner Sand), Glassplitter (Sand und Feuer - Glas ist im Prinzip geschmolzener Sand), Lava (größere Steine und wesentlich heißeres Feuer), Wachstum (fruchtbare Erde und ausreichend Wasser lässt Pflanzen wachsen), Feuertornado (verheerend! Ein Tornado aus Feuer. Feuer + Wind), Blizzard (ähnlich, nur diesmal mit Eis, also Wasser und Wind), ...

Was man freisetzen kann ist im Prinzip grenzenlos. Nur brauchen große Gewalten natürlich viel Kraft. So ein Feuertornado muss ständig unter kontrolle gehalten werden. Ein Fehler und man ist selbst in den Flammen. Zudem ist er doch eine große Erscheinung. Schwache Feuer und Wind Magier würden bei dem schon draufgehen.



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Charaktere.
Bitte auch hier einen Steckbrief anfertigen. - Ohne diesen darf nicht gespielt werden.
http://www.sims-3.net/forum/groups/die-w...llung.html
Fett geschriebene sind bereits vergeben. Ihr könnt diese Liste erweitern, indem ihr entsprechendes in der Interessensgemeinschaft oder mir per PM schreibt.

- Ein verrückter Erfinder
- Ein Dampfroboter, das Werk dieses Erfinders
- Ein etwas beschränkter Krieger mit starkem Ego.
- Ein böses Ehepärchen, das die Kristalle aller Menschheit haben will um die Weltherrschaft an sich zu reißen
- Ein Künstler, der ständig nach dem perfekten Metall für seine Skulptur sucht
- Ein strenger Polizist, dem alles stehts nach Regeln laufen muss und der keinen Verstoß austeheh kann.
- Ein großes Echsenartiges Wesen, dass nach einem neuen Herrchen sucht, aber in letzter Zeit misstrauisch wurde, weil man es jagte.
- Ein kleines Mäuschen, das auf der Suche etwas ist. (Bianca; Smartie)
- Ein erfahrener Uhrenmacher mit einwenig magischer Erfahrung. Sein Spezialgebiet sind Zahnräder, mit denen er praktisch alles machen kann.
- Ein Kind mit umfangreicher magischer Begabung. Leider waren seine Eltern nicht in der Lage, ihm eine entsprechende Ausbildung zu ermöglichen. Als sie erkannt haben, was für Fähigkeiten das Kind haben könnte, haben sie es schweren Herzens dem Lord des Landes als Diener angeboten. Dieser Lord hat es angenommen.
- Eben dieser Lord.
-a) Ein strenger, aber weiser Herrscher, der das Kind (für einen Diener) gut behandelt und ihm eine passende Ausbildung ermöglicht.
-b) Ein überheblicher Tyrann, der seinen Untertanen den letzten Simoleon (§) aus der Tasche zieht. Von seinen Sklaven nimmt er sich die Kristalle. Auch den Kristall des Kindes besitzt er. "Großzügig" gewährt er dem Kind eine Ausbildung, um dessen Fähigkeiten dann für sich zu nutzen.

- Der erstgeborene Sohn des Lords. Eher schwächlich aber verzogen. Er setzt immer seinen Willen durch und ist besonders gemein zu dem Kind. Bald wird sich sein Leben aber von Grund auf ändern... (muss natürlich nicht sein, aber sonst ist er ja nicht interessant zum Spielen^^)
- Ein alter, weiser Magier, der abgeschieden in Höhlen lebt und Rat gibt. Er ist friedlich, doch seine Vergangenheit ist dunkel... (Aiagesiev; kram1032)
- Eine junge Halbvampirin mit ausgeprägten Wasserfertigkeiten und Problemen mit Sonne. Ihr Vater ist Mensch. Ihre Mutter ist Vampir. (Delia; simsfan53)
- Ein Mechaniker, der gerne an Dampfmaschinen herumbastelt um diese schneller zu machen.
- Ein umsichtiger Schaffner, der auf Grund eines Bankrotts seines Herren seinen geliebten Job verloren hat.
- Ein junger Uhrenmacher-Lehring der noch lange nicht die Geduld hat, Uhrenmacher zu sein.
- Ein Bauerssohn, der sein Glück in der Stadt versuchen will.
- Eine Elbin, die schon als junges Kind bei den Menschen war und daher deren Sitten kennt, die aber immer das Gefühl hat/te, nicht dazu zu gehören. - gehörige Magische Begabung, ohne je passende Ausbildung bekommen zu haben.
- Eine Technikerin unter hunderten von Technikern, mit denen sie sich wacker herumschlägt. Für ihre Qualität berühmt, für ihre Dreistheit berüchtigt.
- Ein junger Jäger der aussterbenden Art: Immernoch mit Pfeil und Bogen unterwegs ist er als solcher wesentlich effizienter als all die anderen, die mit ihren lauten Dampfkanonen ihr Opfer regelrecht zerstückeln. Er zieht besonders schnell und ein weit gereister, alter Mann in seinem Dorf meint, er hätte Luftbegabung.
- Besager weitgereister alter Mann.
- Ein großes, breites, grünes Monster das aus Menschlichen Einzelteilen zusammengestückelt wurde. Sein Herr, ein gewisser "Simmenstein" ist von einer wütenden Meute umgebracht worden. Ziellos sucht das Monster nun ein Heim und Anerkennung. Bisher hat niemand ihm diese gegeben.
- Ein Tragbare-Kanone-n-Schmied, der diese auch sehr gut tragen kann.
- Ein Logistiker, Geologe und Kartograph, der neue Eisenbahnrouten erschließen soll.
- Ein Dunkelhäutiger Mann, der von einem fernen Kontinent stammt.
- Eine beliebige Person einer Piratengruppe. (Kapitän, Steuermann, Koch, erster Maat, Matrose,...)
- Ein Mensch, der sich bei Vollmond in ein Tier verwandelt
- Ein einfacher Fischer oder Bäcker, der einerseits für Essen sorgen kann und andererseits ganz gut mit den Fäusten ist
- Ein Dieb aus Verzweiflung, der sich mit seinen schmutzigen Machenschaften am Leben erhält
- Ein Dieb aus Moral, der Reichtum umverteilen will
- Ein Musikant mit beliebigem tragbaren Instrument (womöglich auch etwas, das es in unserer Welt garnicht gibt)
- Ein Schauspieler/Narr/Spielmann/Artist - hier würde man es neudeutsch "Entertainer" nennen.
- Ein Zirkusartist (Seiltänzer/Trapezkünstler, Clown/"Zauberer" (ohne magische Fähigkeiten - ein Illusionist oder Trickkünstler), Muskelprotz,...)
Aiagesiev:

Ich blickte über das weite Land. Der Geruch von Veränderung lag in der Luft. Zu meinen Füßen lag eine jedes Jahr wachsende Stadt. Fleißig produzierte sie Jahr für Jahr riesige Wolken aus Dampf, die manchmal den Himmel verdunkeln. Aus den umliegenden Dörfern zog sie Bauern ab und gab sie nie mehr frei. Die wenigen, die blieben, wurden bald vom Wachsen der Stadt selbst verschluckt.

Nur von den halb entwaldeten Bergen hielt sie sich fern. Noch.

Was hatte dieser Geruch wohl zu bedeuten?
Mein Kristall war heute schwer und sah aus wie feuchte Erde...

Seufzend und Gedankenverloren zog ich mich in meine Höhle zurück.
Ok, Notfallprogramm... Offenbar hat keiner eine Idee für einen Einstieg.
Ich hab schon von drei Leuten eine Nachricht bekommen, sie "steigen lieber später ein" - wenn es so weiter geht, heißt das aber, sie steigen nie ein.
Alsoooo:

Es war ein warmer Sommermorgen in Neuburg. Die Straßen füllten sich mit Leuten, die ihre Geschäfte eröffneten oder in ihnen ihre Einkäufe erledigten.
Die bescheidene aber moderne Kleinstadt im Südosten des Landes schien irgendwie fehl am Platz, mitten im größten Auwald von Steamos. Überall dampfte es und roch nach Schmieröl oder Ruß. Die Fabriken und Sägewerke hier verarbeiteten einen großen Teil des Holzes, das für Maschinen und Bauwerke im ganzen Land benötigt wurde. Die hohen lokalen Holzmengen hatten zu Wohlstand geführt und aus einem einfachen Holzfällerdorf ein Wirtschaftswunder gemacht. Nie war der Bedarf an Holz höher gewesen.
Hoch angesehene Ingenieure, Tischler, Baumeister und Uhrenmacher kauften hier ihr Holz.

All die Sägewerke hatten vor einiger Zeit auf Dampfkraft umgebaut und ihre Effizienz so vervielfacht. Riesige Kessel aus Messing, randvoll mit Wasser, wurden zum Kochen gebracht. Als Brennstoff diente Kohle. Große Rauchsäulen stiegen in die Luft und wäre der Wald nicht, so wäre die Luft sehr schlecht.

Die wachsende Bevölkerung war reich an begabten Personen, die die Wirtschaft sehr gut weiter ankurbelten.
In der Stadtmitte waren die Gebäude hoch und überragten sogar die massiven Baumriesen, tief im Wald.
Seit drei Jahren gab es sogar eine Schule für magisch begabte Personen, genau zwischen dem alten, geduldigen Uhrenmacher und der äußerst ungewöhnlichen Burg, die dem Dorf seinem Namen gegeben hat.

Drei Jahre waren zu wenig für eine Magieschule, um wirklich eine Aussage über die Qualität der Ausbildung zu machen, aber sowohl die Lehrmeister, von denen die meisten einen ansehnlichen Ruf genossen, alsauch die bisherigen Schüler ließen durchaus gutes erwarten. Die Schule schien mit der Elite des Landes, der hoch traditionellen, alten Oxton im Herzen von Steamos mithalten zu können.

Die Burg stand im starken Kontrast zu ihrem Umfeld: Sie war das einzige Steingebäude der Stadt und doppelt so breit wie hoch. Dies machte sie sowohl größten alsauch ältesten Gebäude der Region.
Niemand wusste so recht, zu welcher Zeit sie erbaut wurde. Als die ersten Holzfäller hier ihr Glück versuchten, stand sie völlig allein und ohne großen Schutz da.
Damals schon gab es Gerüchte von einem Blutsaugenden Monster, das sie bewohnen sollte. Daher wurde sie bis heute sehr selten besucht. Keiner wusste so recht, ob jemand dort lebt aber manche meinten, ungewöhnliche Geräusche oder in der Nacht Licht von der Burg bemerkt zu haben. Tagsüber war alles ruhig, Nachts traute sich niemand in die Nähe. Daher entwickelte sich die Stadt stets in die andere Richtung und die Burg markierte das westliche Ende von Neuburg.

In der Stadtmitte fanden sich einige große Schmieden und Manufakturen, die verschiedenste Produkte herstellten. Mehr Leute arbeiteten heute dort als im Forstbetrieb im Osten.
Güter wie Rohmetall und Kohle wurde vom nördlichen Nachbarort hier her geliefert: Die Flussstadt Tiefluss hatte es ebenfalls zu ansehnlichem Wohlstand gebracht. Ihre Haupteinnahmequelle war der Fluss, über den mit dem ganzen Land Handel betrieben wurde: Große Dampfschiffe brachten Rohmaterial und nahmen im Gegenzug meisterlich verarbeitete Waren aus Neubrug und Tiefluss mit.
Aber auch jede Menge blinder Passagiere frequentierten die dampfenden Inseln:
tausende von Ratten und Mäusen liefen aufs Schiff, tausende kamen wieder runter.
Durch die hohe Zuwanderung war das ganze Gebiet um Tiefluss herum sehr interregional, sowohl was Menschen anging, alsauch in Hinsicht auf Nager.

Natürlich brachte der Wohlstand auch viel Hoffnung mit sich, sodass mehr Menschen hier ihr Glück versuchten, als sie es finden konnten. Trotz des allgemein eher großen Reichtums gab es in beiden Städten ein ganzes Viertel des Elends. Ein beträchtliches Gebiet beider Städte waren Slums, voll von zwielichtigen Gestalten und Arbeitslosen oder Kranken, die Zweifelhaftes taten um an Geld zu kommen. Manche von ihnen verkauften sich selbst, andere versuchten, verirrte Reisende um einpaar Münzen zu erleichtern. Gemeinsam hatten sie, dass von diesen gesetzeswidrigen Taten ihr Leben abhing.
Bianca, am Waldrand:

Erschöpft, hungrig und total verdreckt kam ich am Waldrand an. Die Flucht aus meinem ehemaligen Zuhause hatte mich sehr müde gemacht. Dafür musste ich meine gesamten physischen Kräfte verwenden. Mit Magie wäre dies um einiges leichter gewesen. Wie würde ich nun leben? Die wenigen Jahre als freies Mäuschen konnte ich nicht allzulange genießen. Nichtmal etwas zu Essen konnte ich mir besorgen. Aber daran würde ich mich gewöhnen. Ich musste es. Aus letzer Kraft versteckte ich mich unter ein paar Wurzeln und schlief ein.

3. Spielleiterin:

(Ich versuche mal etwas)

Die Gerüchte um das Monster im Schloss wurden zwar immer umstritten und belacht. Jedoch traute sich niemand in die Nähe der finsteren Burg. Eines Tages gingen vier junge Leute aus einer Kneipe nach Hause. Betrunken und ohne Vorsicht gingen sie den kürzeren Weg, der an dem Spukschloss vorbei ging. Seitdem wurde keiner von ihnnen gesehen. Ein Rätsel, das auch gelöst werden will.
Malloc:

Wo bin ich hier? All die Leute um mich herum sind mir fremd. Jedes Haus ist fremd. Die Gerüche sind fremd. Wie bin ich nur hier her gekommen?
All die Stimmen sind für meine Ohren wie ein wages Rauschen, die Leute wirken aufgeregt. Alle starren sie mich an. Was ist passiert?

Ich setze mich auf. Ein stechender Schmerz fährt durch meinen Kopf und ich würde zurückfallen, wenn mich nicht jemand auffangen würde.
Kurz wird mir schwarz vor Augen doch dann klärt sich meine Sicht wieder. Weiße, braune und dunkelrote Umrisse nehmen Gestalt an und schließlich erkenne ich meinen Meister.
Mit trüben Augen liegt er vor mir und starrt ins Leere. Ein unheimliches Röcheln kündigt klar den Tod an. Was ist nur passiert?
Mein Meister dreht seinen Kopf. Er sieht mir jetzt direkt in die Augen. Seine Hand zittert als er versucht, mit ihr auf mich zu zeigen. Seine Lippen formen Worte, die nie ein Ohr erreichen werden.
Ein letztes Stöhnen, seine Hand sackt ab und der letzte Funke des Lebens erlischt in ihm.
Wieder ist alles schwarz...

Ich erwache in einem harten Bett.
Ich bin Malloc, ein 16-jähriger Junge aus der Händlerstadt LaCalle, weit südlich von hier. Mein Meister ist tot. Die Sprache von hier spreche ich, aber ich kann mich nicht erinnern, wo ich sie gelernt habe oder wie ich hier her gekommen bin.
Bianca, Wald:

Ich wachte langsam auf. Ich hörte den Wald, die vielen verschiedenen Tiere und war das nicht gerade eine Eule? Im Wald konnte ich nicht viel herrichten, also machte ich mich auf den Weg in die Stadt. Es früh am Morgen. Noch waren die Leute nicht aus ihren Häusern gekommen, doch in einer Stunde würde es soweit sein. Ich entschied mich nach einem langen Spaziergang für einn Häuschen am anderen Ende der Stadt. Wo welche Vorräte gelagert wurden, wusste ich bereits. Ich fand nach einiger Zeit den Keller und leckte genüsslich an der frischen Butter. Dann vernahm ich ein Rascheln. Zeit zu gehen, die ersten Leute wachten auf. Hungrig war ich immernoch. Ich flitzte aus dem Haus und lief am Kornfeld entlang. Ein Pfad führte daran vorbei. Ein Pfeil mit der Aufschrift LaCalle zeigte in richtung des unendlich scheinenden Pfades. Eine neue Stadt ein neues Glück. Dachte ich mir und lief neugierig in die Richtung des Pfeiles.
Malloc:

Der Raum in dem ich liege ist weiß. Jede Wand, die Decke... Links von meinem Bett steht ein kleiner Brunnen, dessen friedliches Plätschern meine Gedanken besänftigt. Durch die zwei kleinen Fenster strömt Licht ein in dessen Strahlen winzige Staubkörnchen tanzen.
Auf der anderen Seite des Raumes ist eine dunkle, hölzerne Tür deren Schnalle wohl aus Messing besteht.
Ich bin überrascht über mich selbst, wie ich nur so ruhig bleiben kann.
Eine ganze Weile geschieht nichts. Der Staub tanzt vergleichsweise wild zu den ruhigen Klängen des Wassers. Dann öffnet sich die Tür.
Eine junge Frau tritt ein. Ihr Haar ist schwarz wie Kohle, ihre Augen sind blau wie der Ozean. Wie fast alle die hier leben ist ihre Haut blass.

"Du bist wach.", stellt sie mit einer Stimme fest, die dem kleinen Brunnen gehören könnte. "Kannst du... mich verstehen?"
Ich nicke.
"Wie geht es dir?"
Das ist eine gute Frage. Wie geht es mir denn? Ich weiß es nicht. Kein Wort kann beschreiben, wie ich mich gerade fühle. Wahrheitsgemäß zucke ich mit den Schultern.
Den Kopf etwas schief legend, fragt sie weiter: "...wie heißt du?"
"Malloc"
"Malloc..., mein Name ist Yuān."
Bianca in der Handelsstadt:

In der Stadt angekommen lies ich mir die Ware von einigen Händlern schmecken. Frisches und duftendes Brot stillte schnell meinen Hunger. Ich verzog mich in eine kleine Ecke und sah mich um. Ein etwas älteres und ungepflegtes Haus. Mit vollem Bauch tapste ich hinein. Zwei ältere Leute besprachen etwas. Ich hörte einige Worte: "Mein Söhnchen, was ist nur mit ihm passiert. Er wollte doch bereits am Morgengrauen wieder da sein." "Ich weiß es auch nicht, vielleicht hat ihn sein Meister länger Trainieren lassen." "Wieso hast du nicht auf dieses Wesen gehört? Es sagte doch, es würde etwas schlimmes tun!" "Ach was, das war doch nur ein Verrückter, Malloc wird bestimmt bald wiederkommen."

Die Frau von ihnen schüttelte den Kopf und verschwand in einer Tür. Der Mann schaute verächtlich weg, holte etwas Gemüse und lief in Richtung Markt. Viele Fragen schossen mir durch den Kopf. Was war dieses Wesen überhaupt? Was hatte es schlimmes tun sollen? Ich entschied mich dafür für eine Weile in diesem Haus zu bleiben. Einige Sachen erschienen mir zu rätselhaft. Ich wollte dieser Sache nachgehen.
Malloc:

Yuān also...
"...schöner Name..."
"Danke sehr", Yuān lächelt mich an. Das Eis ist Gebrochen.
"Wo... bin ich hier?"
"Das hier ist das Krankenhaus von Tieffluss", Yuān schwänkt ihren Arm demonstativ im Raum umher.
"- und du bist nicht von hier, nicht wahr? Deine Haut, dein Akzent..."
"Ich komme aus LaCalle, einer Händlerstadt in AlAibara und ich weiß nicht mehr, wie ich hier her gekommen bin."
Die Heilerin sieht mich traurig an. Dann wirft sie mir etwas zu: "Ich konnte das retten, bevor die Bestatter das Blutbad beseitigt haben..."
"Ist das...?" - Ich halte einen glasklaren Kristall in meinen Händen.
In diesem Moment versagt mir die Stimme. Wie im Fieber schüttelt es meinen Körper und meine Sicht verschwimmt hinter einem trüben Schleier.

Wie aus großer Ferne höre ich eine Tür in ein Schloss fallen. Gleichzeitig öffnet sich etwas in mir. Etwas ist zerbrochen.
Krampfhaft schließe ich meine Faust um den verloschenen Kristall meines Meisters.