Sims-3.net Interview mit Dirk Steiger – Teil 1
Sims-3.net: Hallo Dirk, möchtest du dich zu Beginn am besten selbst einmal den Lesern vorstellen, die dich bislang noch nicht kennen?
Dirk Steiger: Nun ja, ich bin Senior Manager Special Projects bei IDG Entertainment Media in München, der Heimat der bekannten Spielezeitschriften Gamestar und Gamepro. Neben diese beiden Marken haben wir aber auch noch viele andere Gebiete, wo wir uns herumtreiben. So entstehen in meiner Abteilung beispielsweise auch unser monatliches World of Warcraft/MMO-Magazin, die wöchentliche MMO-Unterhaltungssendung „Server Down Show“ (die es übrigens auch als Video-Podcast im iTunes Store gibt), sofern es ein vielversprechendes Thema gibt auch noch andere Sonderhefte von Gamestar und Gamepro und auch die wunderhübschen Großformat-Artwork-Kalender. Und weil uns immer noch langweilig war haben wir uns jetzt auch noch die Lizenz für das zweimonatliche Sims Magazin gesichert.
Sims-3.net: Du bist “Senior Manager Special Projects and Corporate Services“ beim IDG Verlag. Sind solche englischen, langen und für Laien oft unverständlichen Bezeichnungen das Von und Zu des 21. Jahrhunderts? Welche Bereiche umfasst dein Tätigkeitsfeld genau und wie bist du zu deinem jetzigen Job gelangt? Sag nun bitte nicht: “mit dem Auto“!
Dirk Steiger: Nein, ich fahre selten mit dem Auto, ich liebe das entspannte Pendeln mit iPod und Nintendo DS jeden Tag per Zug und U-Bahn.
Was die englische Bezeichnung meiner Position angeht: IDG ist ein US-amerikanisches Unternehmen mit Wurzeln im wunderbaren Boston, Massachusetts. Wir stehen mit den Kollegen in Amerika und anderen Ländern sehr oft in Kontakt, daher gibt es bei uns diese mehr oder weniger einheitlichen, englischen Bezeichnungen. Ich selbst bezeichne mich gern als „Geheimdienstchef“ von IDG Entertainment, weil meine Leute und ich immer an den besonders spannenden und vielen neuen Projekten arbeiten. Wie ich an den Job gelangt bin ist eine lange Geschichte, aber ich mach‘s mal etwas kürzer: Ich habe ein klassisches Volontariat bei einer Computer-Wochenzeitung des Vogel-Verlags gemacht, danach war Redaktionsleiter/Senior Producer bei Gamespot Deutschland. Ja, die gab es mal tatsächlich, die Seite, das war zu Zeiten der berüchtigten New Economy/Dotcom-Blase, die dann Ende 2000 zerplatzt ist. Und Gamespot Deutschland damals gleich mit. Dann habe ich mich als Redakteur in einer PR-Agentur betätigt und viel über diese Seite gelernt, um dann 2002 wieder auf die andere Seite zu wechseln und als Redakteur bei der Macwelt hier im IDG Verlag anzufangen. 2004 kam dann schließlich das Angebot von Gamestar mit der Stelle als Sonderprojekte-Chef, und seitdem liebe ich meinen Job viel mehr.
Sims-3.net: Wann bist du zum ersten Mal “Die Sims” in Kontakt gekommen, was denkst du, macht dieses Franchise zu einem derart großen Erfolg und was gefällt dir persönlich am besten an den bisherigen Teilen und insbesondere an “Die Sims 3“?
Dirk Steiger: Ich habe seinerzeit schon den ersten Die Sims-Teil sehr gerne gespielt, auch wenn mein damaliger Junggeselle gleich bei seiner ersten Grillparty in Flammen aufgegangen ist. Na ja, Shit happens, bekanntlich. Mich hat aber damals auch schon der Baumodus viel mehr fasziniert als das eigentliche Spiel. Die Sims 2 habe ich dann beruflich sehr intensiv miterlebt, weil es dazu ja auch die GameStar-Sonderhefte gab. Mein Favorit unter den Die Sims 2-Erweiterungspaketen ist übrigens unangefochten „Open for Business“, das mit dem eigenen Laden hat unglaublich viel Spaß gemacht. Jetzt mit Die Sims 3 bin ich besonders vom neuen „Erstelle einen Sim“-Modus und den vielfältigen Designmöglichkeiten angetan. Wenn man sich hier richtig reinfuchst, bekommt man tolle Styles und sehr hübsche Sims gebastelt.
Sims-3.net: Du warst ja nicht nur auf dem Sims 3 Creator’s Camp – auf das wir im weiteren Verlauf noch zu sprechen kommen, sondern bist ganz nebenbei auch noch maßgebend verantwortlich für das offizielle Sims Magazin (eines dieser “Special Projects). Ich denke, ich übertreibe nicht wenn ich behaupte, dass du momentan alle Hände voll zu tun hast, mit der Fertigstellung der ersten Ausgabe. Welch ein Aufwand muss betrieben werden, bis aus der Idee, ein solches Magazin zu herauszubringen, schlussendlich die erste druckfrische Ausgabe in die Hände der Leser gelangt?
Dirk Steiger: Im Falle des neuen offiziellen Sims-Magazins standen erst einmal die Lizenzverhandlungen mit Electronic Arts an, das war schon ein sehr, sehr langer Prozess von mehreren Monaten. Ist aber auch nicht weiter verwunderlich; die Marke „Die Sims“ gehört zu den bekanntesten und erfolgreichsten der ganzen Welt und ist ein sehr wichtiges Franchise für Electronic Arts. Von daher war es klar, dass wir unser originales Heftkonzept von damals nicht 100%ig in den neuen Lizenzvertrag überführen konnten, da steckte zu viel „Gamestar“ drin. Unser neues Sims-Magazin soll eine leidenschaftliche und inspirierende Erweiterung des Sims-Universums sein, kein Konkurrenzprodukt zu offiziellen Erweiterungs- oder Accessoire-Paketen. Für die erste Ausgabe haben wir mit ausgewählten Autoren gearbeitet, die auch schon für unsere früheren Sims-Sonderhefte geschrieben haben und Die Sims als Spiele-Serie lieben; so haben wir auf jeden Fall die Motivation aller Beteiligten sichergestellt. Ingesamt haben wir etwa drei Monate an der ersten Ausgabe gearbeitet, inklusive der Ausarbeitung des Layouts.














